Bayr zum Welternährungstag: 800 Millionen Menschen müssen hungern

Ernährungssouveränität durch Schutz der Wälder sichern

Wien (OTS/SK) - „800 Millionen Menschen haben derzeit keinen Zugang zu ausreichend Nahrungsmitteln, um ein gesundes Leben zu führen. Die meisten sind KleinbäuerInnen und leben als Hirten oder von der Fischerei“, prangert Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober an. „Das zeigt einen Systemfehler auf, dass 70 Prozent der armen Menschen in der Landwirtschaft tätig sind und darin kein menschenwürdiges Auskommen finden“, kritisiert Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Die Welternährungsorganisation macht darauf aufmerksam, dass KleinbäuerInnen sowie FischerInnen von der Klimaerwärmung besonders betroffen und in ihrem Überleben gefährdet sind. Laut Bayr ist es daher „besonders wichtig, Ernährungssouveränität auch im Lichte der Klimaerwärmung sicherzustellen“.

„Die Entwicklungszusammenarbeit ist eines von vielen Instrumenten, das Ernährungssouveränität fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Minderung der Klimaerwärmung leisten kann“, betont Bayr und führt exemplarisch das österreichische Engagement im Wassermanagement in Uganda sowie im Waldschutz in Georgien an. „Jedes Jahr gehen 13 Millionen Hektar Wald durch Abholzung oder Ausbeutung des Waldes verloren. Wald, der als Speicher von Treibhausgasen und von Süßwasser dient, ist für Ernährungssouveränität essentiell. Im österreichischen Partnerland Georgien ist das Forstmanagement ein Schwerpunkt, um die großen Waldbestände zu sichern und Menschen ein stabiles Einkommen zu ermöglichen“, erklärt Bayr. (Schluss) bj/kg

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