Neues Volksblatt: "Blaue Sprüche" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 14. Oktober 2016

Linz (OTS) - Stellen Sie sich vor, eine Fußball-Mannschaft wird zusehends schlechter. Es würde vermutlich nur wenige Wochen dauern, bis die Trainer-Ablöse gefordert wird und bei anhaltendem Misserfolg würde wohl nach kurzer Zeit der Trainer gewechselt. In der Politik ticken die Uhren anders. Seit einem Jahr ist Markus Hein in Linz für das Verkehrsressort zuständig und die Stausituation in und rund um die Landeshauptstadt wird immer schlimmer. Doch der FPÖ-Politiker fiel bisher nur mit Vorschlägen auf, die selbst von seinem Parteikollegen Verkehrslandesrat Günther Steinkellner nicht ernst genommen werden, wie etwa das Wassertaxi oder die Radlerfähre. Oder aber mit Sprüchen, mit denen Hein die eigene Verantwortung abschiebt. So sieht er die Schuld am täglichen Stau einerseits bei den Pendlern selbst, die aus Bequemlichkeit im Auto sitzen und auf hohem Niveau jammern. Und andererseits in der Vergangenheit. So habe halt der damalige Baureferent LH-Stv. Franz Hiesl lieber Güterwege gebaut, statt in den Öffentlichen Verkehr zu investieren, rotzt er in einem Interview. Dies zeugt von historischer Inkompetenz, denn Hiesl war weder für den Öffentlichen Verkehr noch unmittelbar für die Güterwege zuständig.
Zugegeben, das Erbe war nicht leicht und die Brücke marod, aber irgendwann sollte auch ein FPÖ-Politiker den Verantwortungsmodus einschalten und, statt Sprüche zu klopfen, auch Taten setzen.

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