GÖD-Bundeskongress – Duzdar: „Öffentliche Verwaltung ist Garantin für soziale Stabilität“

Mehr als 1.250 zusätzliche Planstellen im Bundesdienst – „Sehe Gewerkschaften als Freunde und Bündnispartner“

Wien (OTS/SK) - Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung, hat heute, Mittwoch, beim GÖD-Bundeskongress im Austria Center Vienna die Bedeutung der Sozialpartner betont. „Ich sehe Gewerkschaften als Freunde und Bündnispartner, weil sie eine tragende Säule der Gesellschaft sind“, sagte Duzdar in ihrem Impulsreferat. Auch die öffentliche Verwaltung sei von zentraler Bedeutung: „Die öffentliche Verwaltung ist Garantin für soziale Stabilität in Österreich.“ Gerade in Zeiten der Verunsicherung und Angst vor den Auswirkungen der Globalisierung sei die öffentliche Verwaltung ein „Fels in der Brandung und Garantin für Sicherheit“. Gerade vor dem Hintergrund der Herausforderungen des letzten Jahres sind die Professionalität und das Pflichtgefühl der MitarbeiterInnen des Staates beeindruckend. Mit allerhöchstem Einsatz hätten die öffentlich Bediensteten dafür gesorgt, dass wir handlungsfähig bleiben. Es sei daher ein „ganz wichtiges Zeichen der Wertschätzung, dass der Öffentliche Dienst personell gestärkt wird – und zwar um mehr als 1.250 zusätzliche Planstellen“, betonte Duzdar. ****

Konkret wird es u.a. im Bereich der Exekutive zusätzliche 640 Planstellen für PolizistInnen für 2017 geben, aufgestockt wird auch bei den RichterInnen sowie an den Schulen mit zusätzlich rund 350 LehrerInnen. Bei ihren Besuchen der Arbeitsplätze und Dienststellen der MitarbeiterInnen des Staates habe sie die beeindruckende Professionalität der MitarbeiterInnen erlebt, die auch unter steigendem Arbeitsdruck exzellente Arbeit leisten. „Dafür möchte ich mich bei allen öffentlich Bediensteten ganz herzlich bedanken“, sagte Duzdar beim GÖD-Bundeskongress.

Der Öffentliche Dienst nehme in vielen Bereichen gegenüber der Privatwirtschaft eine Vorreiterrolle ein. So liege der Frauenanteil im Bundesdienst bei rund 42 Prozent, in Führungspositionen bei rund 35 Prozent. Zudem sei der Bund mit 53 verschiedenen Lehrberufen einer der größten Lehrlingsausbildner Österreichs. Duzdar betonte weiters, dass Menschen ihre Fähigkeiten und Potentiale bestmöglich im Öffentlichen Dienst einbringen können sollen – und das unabhängig von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung und Herkunft. Denn die Diversität in ihrer Zusammensetzung mit den unterschiedlichen Lebensweisen, der Mehrsprachigkeit und den verschiedenen Kompetenzen stärke den Öffentlichen Dienst. Es brauche einen Öffentlichen Dienst, der die gesamte Breite der Gesellschaft widerspiegelt. „Denn ein Staat, der ausgrenzt, ist ein schlechter Staat und Ausgrenzung fällt wie ein Bumerang auf die Gesellschaft zurück“, unterstrich Duzdar. Im Öffentlichen Dienst stehe für die MitarbeiterInnen das Zusammenarbeiten für gemeinsame Ziele im Vordergrund, so Duzdar, die klarstellte, dass die MitarbeiterInnen des Öffentlichen Dienstes die „Visitenkarte des Staates“ seien.

Duzdar sprach in ihrem Referat auch die Digitalisierung an. Diese biete für die Verwaltung viele neue Möglichkeiten. Österreich liege hier auch weit über dem europäischen Durchschnitt, wie etwa der Digitalindex der EU-Kommission zeigt, bei dem sich Österreich von Platz 9 auf Platz 6 von 28 verbessert hat. Auch beim aktuellen E-Government-Monitor habe Österreich sehr gut abgeschnitten, sagte Duzdar, die dem neu gewählten GÖD-Vorsitzenden Norbert Schnedl und dem Vertreter der FSG, Hannes Gruber, zur Wahl herzlich gratulierte. Beim scheidenden GÖD-Vorsitzenden Fritz Neugebauer und dem stellvertretenden GÖD-Vorsitzenden Richard Holzer bedankte sich die Staatssekretärin für die gute Zusammenarbeit. (Schluss) mb/bj

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