Immobilienring IR: Trends Herbst 2016

Deckelung bei Mietwohnungen, kein Kompromiss beim Kauf

Wien (OTS) - Trotz einer ungebrochen hohen Nachfrage nach Mietobjekten setzen Wohnungssuchende auch ganz klare Preisobergrenzen, die ihren persönlichen Budgets entsprechen. „2.000 Euro Brutto – Miete ist eine imaginäre Obergrenze. Nur wenige Menschen haben das Budget dafür.“ betonte Georg Spiegelfeld, Präsident des Immobilienring IR, bei einem Pressegespräch am 12. Oktober 2016 in Wien. Die passende Infrastruktur im Wohnungsumfeld ist dabei eine Selbstverständlichkeit geworden. Diese Entwicklung ist österreichweit zu sehen, bestätigt der aktuelle IR Makler Monitor. Wohnungen und Häuser, egal ob Miete oder Eigentum, haben es im Hochpreissegment schwer. „Auch im Westen Österreichs werden vorwiegend Mietobjekte inklusive Nahversorgung und Verkehrsanbindung gesucht, die dem eigenen Budget angepasst sind“, meinte Andreas G. Gressenbauer, Vizepräsident des Immobilienrings. Salzburgs Mietpreise sind im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen.

„Bei Eigentumswohnungen entscheidet nicht mehr nur die Lage. Gute Bauqualität sowie moderne Ausstattungsstandards wie Raumkühlung und Lifte sind heute unabdingbar “, resümierte Spiegelfeld. Mit diesen Voraussetzungen sind innerhalb des Wiener Gürtels Preise von etwa 10.000 Euro pro Quadratmeter erzielbar, außerhalb des Gürtels bis 30 Prozent weniger. In Salzburg bewegen sich die Erstbezugspreise zwischen 5.000 und 7.000 Euro pro Quadratmeter, alles darüber ist eher Seltenheit. Der Mangel an Baugründen zu erschwinglichen Preisen erschwert den Wohnungsbau. Gressenbauer wünscht sich Maßnahmen zur Baulandmobilisierung, damit wieder eine adäquate Preisgestaltung für Wohnungen möglich wird.

Leerstände wegen unrealistischer Preise

„Liebhaberobjekte, die einen Seltenheitswert haben, können natürlich hohe Preise erzielen. Standard-Eigenheime hingegen kommen an die Preise von Top-Immobilien nicht heran“, sagte Spiegelfeld. Das hat zur Folge, dass viele Immobilien leer stehen. Auf dem Markt befinden sich derzeit auch viele Villen in den Wiener Grünbezirken. Diese bürgerlichen Häuser aus der Jahrhundertwende befinden sich seit Generationen im Besitz von Familien und sind meist keine Luxusvillen. Viele der Objekte sind wegen der hohen Instandhaltung und der Betriebskosten stark sanierungsbedürftig. „Viele Besitzer denken aber ähnliche Erlöse erzielen zu können wie topsanierte oder neue Villen in der Nachbarschaft“, so Spiegelfeld.

Marktnische Suchaufträge

Kunden, die Makler beauftragen, Immobilien nach ihren persönlichen Kriterien zu suchen, sind in Ländern wie den USA bereits marktüblich, aber in Österreich nur vereinzelt zu finden. „Nur wenige Maklerkollegen können diese Dienstleistung anbieten. Denn eine personalisierte Suche ist kein schnelles Geschäft, sondern sehr arbeitsintensiv und man muss gut auf den Suchenden eingehen können. Wir müssen uns als Makler über veränderte Anforderungen der Kunden Gedanken machen“, meinte Andreas Gressenbauer.
Statt zahlreiche Suchplattformen zu durchforsten, würden Kunden vom beauftragten Makler eine engere Auswahl zusammengestellt bekommen, die ihren Wohn- und Preisansprüchen entspricht. Die Vernetzung und das Know-how der 60 IR Maklerkanzleien stellen eine professionelle Basis dar, um diesen Service erfolgreich anbieten zu können.

Einer für alle, alle für einen

Der Immobilienring hat vor einigen Jahren, dank seiner Erfahrung mit der eigenen Plattform, bereits große Schritte in Richtung sogenannter Multi-Listing Services (Immobilienplattformen für Makler, die über eine Datenbank Zugriff zu den Objekten anderer Makler haben) gemacht. „Wir haben ausgelotet, ob wir dieses System auch in Österreich implementieren können und freuen uns, dass nun die Wirtschaftskammer dieses unterstützt. Bis Jahresende sollen die nötigen rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen erarbeitet werden, wie dieses System auch in Österreich anwendbar gemacht werden kann“, freut sich Spiegelfeld über den Erfolg der IR-Initiative. Im anglo-amerikanischen Raum ist diese Praxis branchenüblich. Ausgetauscht wird, wenn etwa ein Kunde eine Immobilie in einer anderen Stadt, einem anderen Bundesland oder Ausland sucht oder Spezialisten gebraucht werden.

Der IR Immobilienring Österreich ist ein unabhängiges Netzwerk von führenden österreichischen Immobilien-Treuhändern, zu dem mehr als 60 Kanzleien mit über 400 Immobilienexperten auf über 80 Standorten in ganz Österreich zählen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle Immobilienring IR Österreich, Andrea Baidinger
andrea.baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung GmbH A-1060 Wien, Gumpendorfer Straße 83, Tel +43-1-904 21 55, agentur@bauenwohnenimmobilien.at

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