FP Schütz / Eggl: 11.10.2016 – ab heute arbeiten Frauen wieder umsonst

Ein Stichtag, der auf den niedrigeren Lohn von Frauen aufmerksam macht

Wien (OTS) - Bei gleicher Qualifikation müssen Frauen in Österreich um rund 82 Tage länger arbeiten, um auf das gleiche Einkommen wie Männer zu kommen. SPÖ, ÖVP und die Grünen sind immer ganz vorne dabei, wenn es darum geht, populistische Aktionen im angeblichen Namen der Gleichberechtigung zu unterstützen. Doch gerade diese Parteien hätten es in der Hand, zum Beispiel im öffentlichen Dienst, die Gehaltsschere endlich zu schließen. Hier rühmt man sich, dass der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau trotz Gehaltsschema „nur“ mehr 12,8% beträgt. „Ein trauriges Beispiel dafür, dass die Änderung der Nationalhymne, die Genderthematik und die Ampelfrauen wohl nicht dabei geholfen haben, die finanzielle Situation von Frauen zu verbessern“, bedauert die stv. Obfrau der Wiener Freiheitlichen Arbeitnehmer, LAbg. Angela Schütz.

Um gleichen Lohn für gleiche Arbeit in Österreich endlich umzusetzen, benötigt es vor allem steuernde Maßnahmen, wie zum Beispiel die Reduzierung von prekären Beschäftigungsverhältnissen, wenn notwendig auch durch steuerliche Anreize. Diese sind nämlich überwiegend von Frauen besetzt und immer schlechter bezahlt. „Auch die bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten ist dringend nötig“, so die stv. Obfrau der Wiener Freiheitlichen Arbeitnehmer, Bezirksrätin Michaela Eggl.

Ein weiteres Ziel muss es sein, familienfreundliche Unternehmen zu fördern, den Ausbau von Tele-Arbeitsplätzen zu forcieren und Frauen die Möglichkeiten zu geben, auf Wunsch in Vollzeit zu wechseln. Auch der Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen sowie die freie Wahlmöglichkeit der Kinderbetreuung könnten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beitragen. „Auch gilt es, soziale Berufe, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, endlich aufzuwerten“, so Schütz. Im Pflege- oder Gesundheitsbereich werden die Mitarbeiterinnen trotz stetiger Arbeitsverdichtung immer noch schlecht bezahlt und das Image ist zusätzlich oft auch nicht das Beste. Es liegt also, wie so oft, nicht an den nicht vorhandenen Möglichkeiten, sondern anscheinend am Unwillen, dringend nötige Reformen in Angriff zu nehmen. „Die Folge ist, dass Österreich europaweit bei der Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern den zweit-schlechtesten Platz einnimmt“, so Eggl abschließend.

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