GÖD-Bundeskongress – Kanzler Kern: Brauchen klare Zielvorstellungen und Strategien für effizientes Staatswesen

Kern fordert „optimale Verzahnung“ zwischen Öffentlichem Dienst und Wirtschaft - Dank an scheidende Vorsitzende des GÖD für „jahrzehntelanges Engagement für die Republik“

Wien (OTS/SK) - Beim 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) hat Bundeskanzler Christian Kern betont, dass „wir für das Staatswesen klare Ziele und Strategien und eine effiziente Umsetzung dieser Zielvorstellungen brauchen“. Diese Ziele und Strategien für ein effizientes Staatswesen seien auch mit den Ländern und Gemeinden zu besprechen. Die Anforderungen an den Öffentlichen Dienst steigen – etwa bei Integration, Sicherheit und Arbeitsmarkt -, die finanziellen Möglichkeiten seien jedoch begrenzt. „Wir haben uns dazu entschlossen, die Zahl der MitarbeiterInnen im Öffentlichen Dienst – RepräsentantInnen der Republik und Rückgrat des Gemeinwesens - für kommendes Jahr aufzustocken“, so Kern. „Denn eines ist sonnenklar: Es wird nicht gelingen, die Qualität bei wachsenden Aufgaben, aber gleichbleibenden Ressourcen zu erhalten oder zu steigern.“ ****

„Die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Dienstes ist die Grundlage dafür, was unser Land auszeichnet“, betonte Kern. Der Wirtschaftsstandort profitiere in höchstem Maße von einem effizienten Öffentlichen Dienst. Der Kanzler wollte sich auf eine ideologische Verkürzung auf „Weniger Staat, mehr privat“ oder umgekehrt nicht einlassen. „Wir brauchen ein pragmatisches Zusammenleben von Öffentlichem Dienst und Privatsektor. Das hat uns großgemacht und unterscheidet uns von vielen Ländern, die wirtschaftlich schlechter dastehen als wir. Wir brauchen eine optimale Verzahnung, um gemeinsam im Sinne des Landes etwas voranzubringen.“

„Meine Auffassung ist: Wir brauchen einen Staat, der so stark wie nötig und so schlank wie möglich ist“, betonte der Bundeskanzler. Die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass die MitarbeiterInnen im Öffentlichen Dienst ihre Aufgaben bestmöglich erbringen können, sei in erster Linie Aufgabe der Politik, so der Kanzler.

Zum scheidenden GÖD-Vorsitzenden Fritz Neugebauer und stellvertretenden GÖD-Vorsitzenden Richard Holzer sagte Kern, die beiden seien rund zwei Jahrzehnte im GÖD-Vorsitz gewesen und damit „fixer Bestandteil des politischen Inventars in Österreich“ und „starke, zuverlässige Partner mit Handschlagqualität“. Der Bundeskanzler sprach beiden seinen „herzlichen Dank für ihr Engagement im Dienste unserer Republik“ aus und wünschte den Nachfolgern „das gleiche Vergnügen, das Gemeinwesen zu gestalten wie Neugebauer und Holzer in den vergangenen Jahrzehnten“. (Schluss) bj/mb

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