FPÖ-Kappel zu Equal Pay Day: Frauen verdienen um mehr als 20 Prozent weniger

Österreich hat in Bezug auf gerechte Entlohnung dringenden Reformbedarf

Wien (OTS) - In Österreich müssen Frauen auch im Jahr 2016 im Schnitt um 82 Tage länger arbeiten, um bei gleicher Qualifikation auf dasselbe Einkommen wie Männer zu kommen. „Anlässlich des heutigen Equal Pay Day muss das Augenmerk wieder verstärkt auf eine Gleichberechtigung der Arbeitsverhältnisse zwischen Mann und Frau gelegt werden. Dass sich Österreich im internationalen Vergleich bei der Lohngerechtigkeit nicht verbesserte, das liegt am mangelnden Reformwillen der österreichischen Bundesregierung“, so die freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel.

Laut Statistik Austria verdient ein Mann in Österreich durchschnittlich 49.863 Euro brutto im Jahr, während Frauen bei gleicher Qualifikation auf 37.935 Euro kommen. Die Lohndifferenz beträgt also knapp 11.000 Euro oder 22,4 Prozent pro Jahr. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich laut dem Global Gender Gap Index 2015 des World Economic Forums bei der Lohngerechtigkeit lediglich an 37. Stelle, hinter Staaten wie Bolivien, Moldawien oder Ruanda. Bei der gleichen Entlohnung landet Österreich gar in den hintersten Rängen auf Platz 104. „Mitverantwortlich dafür ist ein hohes Maß an Teilzeitarbeit unter weiblichen Arbeitskräften, unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten und ein Steuersystem, das nicht auf Familienförderung ausgerichtet ist“, sagt Kappel, „ebenso trägt die männliche Dominanz in den Führungsetagen österreichischer Unternehmen zur Lohnungerechtigkeit bei Frauen bei.“ Die Forderung müsse daher lauten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

„Österreich hat dringenden Reformbedarf in Bezug auf gerechte Entlohnung und braucht eine aktive Frauenförderung in den Unternehmen sowie generelle Anreize für die Wirtschaft, Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu schaffen. Auch bei der Ausbildung und beim Eintritt in das Berufsleben müssen jungen Frauen mehr Perspektiven und Anreize geboten werden“, so Kappel.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001