13.Oktober: Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung

In den vergangenen Monaten übten die Samariter bei zahlreichen Übungen im In- und Ausland für den Ernstfall

Wien (OTS) - Wie bereitet man bei Naturkatastrophen sauberes Trinkwasser auf? Wie kann man Menschen im Falle eines Erdbebens am besten retten und medizinisch versorgen? All diese Szenarien werden bei den Übungen des internationalen Katastrophenhilfsdienstes des Samariterbundes durchgespielt. Als internationale Katastrophenhilfe-Einheit steht das Samaritan Austria – Rapid Response Team (SA-RRT) mit entsprechenden Einsatzmodulen und Spezialisten für Einsätze bereit.

Höchsteinsatz in der RRT FTX Slovakia 2016
Jedes Jahr müssen sich neue Anwärter für das Rapid Response Team des Samariterbundes verschiedenen Herausforderungen im Rahmen einer Übung im Ausland stellen, um so Mitglied des Teams zu werden. Gemeinsam mit den Kollegen aus der Slowakei, Rumänien und Ungarn wurde dazu heuer in der Slowakei eine gesamte „Base of Operation“ aufgebaut, ein komplett autonomes und autarkes Basislager. In verschiedenen Szenarien werden über Tage hinweg verschüttete Opfer in einem Hochwassergebiet gesucht, gerettet und medizinisch versorgt.

Üben für den Ernstfall – im großen Stil
Eisige Kälte, eingestürzte Häuser und Verletzte unter den Trümmern – ein Szene, die wohl niemand erleben will. Das Team war im Rahmen der internationalen Großübung „ModEx Tinglev 2016“ im fiktiven Erdbebengebiet „Modulistan“ in Dänemark. Europaweit waren mehr als 200 ExpertInnen aus 14 Staaten sowie Beobachter von den Vereinten Nationen und der EU Kommission gefordert, um im Rahmen der grenzüberschreitenden Übung direkt vor Ort – im fiktiven Erdbebengebiet - effektive internationale Katastrophenhilfe zu leisten: Die Stabilität der vom Erdbeben betroffenen Gebäude gemeinsam mit Ingenieuren beurteilen, Wände durchbrechen, Betonplatten anheben und Seiltechnik zum Sichern und Retten von verletzten Personen einsetzen. Das SA-RRT des ASBÖ konnte alle gestellten Aufgaben professionell lösen und die eigene Leistungs-sowie Einsatzfähigkeit erfolgreich unter Beweis stellen.

Internationale Zusammenarbeit
Samariterbund-Organisationen in ganz Europa, die unter anderem den „Samaritan International (SAM.I)“ angehören, stellen sich regelmäßig den Herausforderungen von Hochwasserereignissen. Die Flutkatastrophen von 2013 in Mittel- und Osteuropa, sowie 2014 in Exjugoslawien wurden mit Hilfe der SAM.I Partner bewältigt und zeigten die gute Zusammenarbeit zwischen den Ländern auf. Um diese Kooperation für die Zukunft weiter zu entwickeln, initiierten die SAM.I Mitglieder im Jahr 2014 das „Cross-Border Samaritan Flood Preparedness - Project“. Ein Höhepunkt war dabei die Übung „Full Scale Exercise“ vom 22. bis 24. April in Hornstein. Die Ausarbeitung, Vorbereitung und Durchführung der mehrtägigen Übung wurde vom Samariterbund übernommen. Teilnehmende Teams kamen aus Italien, Deutschland, der Tschechischen Republik, Slowakei, Polen, Ungarn und Südtirol. Die SAM.I Gemeinschaft leistete in dieser Übung erfolgreich Hilfe im Bereich der medizinischen Versorgung, Trinkwasseraufbereitung (TWA), Hochleistungspumpanlagen, Energieversorgung und Verpflegung von bis zu 1000 Personen.

Weitere Übungen heuer waren die Aufbereitung von Trinkwasser in St. Veit an der Gölsen, die Stromversorgung bei größeren Ausfällen in Hornstein sowie das MUSAR Technik-Training im Tritolwerk, bei dem eine verletzte Person, die unter einem Kegel aus 30 cm dicken Stahlbetonwänden eingeschlossen war, befreit werden musste.

Samaritan International – Rescue Camp vom 25.-26.08.2017
Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für eine groß angelegte internationale Übung im August 2017 auf Hochtouren: Eine Arbeitsgruppe im Netzwerk Samaritan International plant gemeinsam mit der Samariterbund-Akademie eine internationale Übung im Bereich der Ersten Hilfe. Der österreichische Samariterbund richtet diese Übung aus und bereitet schon Übungsplätze im Burgenland und konkrete Abläufe vor, um den Teilnehmern aus den verschiedensten europäischen Ländern die Möglichkeit zu bieten, realitätsnahe Szenarien zu beüben.

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