Anton-Benya-Preise für die Förderung der Facharbeit vergeben

Foglar fordert Image-Verbesserung für die Lehre und Ausweitung der Berufsschule

Wien (OTS/ÖGB) - Die große Bedeutung der Facharbeit, insbesondere der manuellen Arbeit, bewusst zu machen, ist das Ziel der Anton-Benya-Preise, die heute zum 22. Mal vom Anton-Benya-Stiftungsfonds verliehen werden. Die diesjährigen Preise gehen u. a. an die Lehrwerkstätte der Firma Alu-Sommer GmbH, an die Lehrwerkstätte der Firma Verbund in Kaprun, an das Fahrsicherheitszentrum für Gabelstapler des bfi Steiermark, an das Projekt „Du kannst was“, an die Firma BRP-Rotax GmbH & Co KG und an die Lehrlingsakademie Linz der Firma STRABAG AG. Insgesamt werden heuer 25 Preise vergeben.++++

Foglar: Image der Lehre verbessern muss heißen: Qualität der Lehre verbessern

„An den Benya-Preisträgerinnen und -Preisträgern sieht man wieder einmal deutlich, welche innovative Ideen von der Facharbeit kommen. Gut sind auch die Beschäftigungschancen der Lehr-Absolventinnen und Absolventen“, sagte ÖGB-Präsident Erich Foglar vor der Preisverleihung im Wiener Rathaus. „Aber die Facharbeiterinnen und Facharbeiter werden in der Gesellschaft noch immer nicht so hoch geschätzt, wie sie es verdienen würden“, verwies Foglar auf eine Image-Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS):
„Viele, die eine Lehre gemacht haben, würden sich jederzeit wieder für diesen Weg entscheiden – aber immer mehr junge Menschen wollen an die Uni oder Fachhochschule.“

„Das Besondere am österreichischen dualen System ist, dass die Lehrlinge im Betrieb und in der Schule ausgebildet werden. In Zeiten, in denen von ihnen immer mehr Kenntnisse und Fähigkeiten verlangt werden, muss aber der schulische Teil der Ausbildung ausgeweitet werden. Nur so kann qualitätsvolle Bildungsarbeit stattfinden“, sagte Foglar: „1.260 Stunden Berufsschule muss das Minimum in allen Lehrberufen sein!“ In fast 90 Prozent der Lehrberufe sei das aber ohnehin schon der Fall.

Anton Benya, langjähriger ÖGB-Präsident und Stifter der heute verliehenen Preise, sei Zeit seines Lebens für die Fachkräfte-Ausbildung eingetreten – und gegen Jugendarbeitslosigkeit, zitierte Foglar abschließend seinen Vorgänger Benya: „Wir müssen uns mit aller Kraft für die Jugendbeschäftigung einsetzen, denn wir können es der Jugend nicht verübeln, dass sie Kritik an einer Gesellschaft übt, die arbeitswilligen jungen Menschen keine Arbeitsmöglichkeit bietet.“(fk)

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