LW-Enquete 1 - Lopatka: Wollen Bauernfamilien Mut für die kommenden Herausforderungen geben

ÖVP-Klubobmann eröffnet Klubenquete "Land- und Forstwirtschaft 4.0"

Wien (OTS) - Nach den Enquetereihen "Bürgerliche Sozialpolitik" und "Wachstum statt Vorschriften" richtet der ÖVP-Parlamentsklub nun den Fokus auf die Themen des ländlichen Raums, sagte ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka heute, Dienstag, in seinem Eröffnungsstatement bei der Klubenquete "Land- und Forstwirtschaft 4.0", die unter dem Vorsitz von Bauernbundpräsident Abg. Jakob Auer in den Räumlichkeiten des ÖVP-Parlamentsklubs stattfindet.

Die Interessen der bäuerlichen Bevölkerung dürften in der Politik nicht zu kurz kommen, einen Großteil dieser politischen Arbeit leiste die ÖVP, betonte Lopatka. "Die ÖVP setzt sich tagtäglich für den ländlichen Raum ein - Herzstück für eine aktive Politik ist eine zukunftsorientierte Agrarpolitik." Bäuerliche Familienbetriebe hätten tiefgreifende Veränderungen bewältigen müssen, nannte Lopatka unter anderem Wetterkapriolen, sinkende Einkommen, den technologischen Fortschritt im Bereich der Agrartechnik und der Genetik sowie neue Ansprüche an die Landwirtschaft seitens der Konsumenten. "Das alles hat Spuren hinterlassen und fordert die Bauernfamilien und uns als ÖVP."

"Das unternehmerische Denken hat schon längst in den bäuerlichen Betrieben Einzug gehalten. Die großen Herausforderungen für unsere Bauernfamilien bestehen unter anderem in der Nutzung von Innovationen und Technologien. Land- und Forstwirtschaft 4.0 heißt mehr Ressourceneffizienz in der Produktion, mehr Unternehmertum in den Betrieben – ist aber auch Chance für mehr Nachhaltigkeit." Auch die agrarische Ausbildung – die in Österreich ein sehr hohes Niveau habe - sei weiterzuentwickeln, und eine stärkere Vernetzung von Forschung und Praxis unumgänglich. "Unser Weg bleibt der ökosoziale Weg einer bäuerlichen, flächendeckenden, multifunktionalen und nachhaltigen Bewirtschaftung. Wir wollen keine Industriebauern."

Zudem seien neue Systeme im Umgang mit Wetterkapriolen notwendig, nannte der Klubobmann als Beispiel neue Versicherungssysteme. Auch die Lebensbedingungen am Land seien zu verbessern, hob Lopatka unter anderem die Sicherung der Gesundheitsversorgung am Land und Investitionen in die Infrastruktur wie den Breitbandausbau hervor.

Ebenfalls zu verstärken sei die Kommunikation mit den Konsumentinnen und Konsumenten. Es sei wichtig, den Fokus auf regionale Produkte im Gegensatz zu möglichst billigen Lebensmitteln zu legen und die biologische Landwirtschaft auszubauen. Daneben gelte es, die politischen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene weiterzuentwickeln:

"Wir wollen nicht Angstmacher, sondern Mutmacher sein und Perspektiven und Alternativen aufzeigen, damit die Bauernfamilien mit Mut und Zuversicht die kommenden Herausforderungen angehen können", schloss Lopatka.
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