Haiti: Kindernothilfe errichtet Kinderschutzzentren

Wien (OTS/www.kindernothilfe.at) - Die Kindernothilfe leistet in Haiti rasche Hilfe für die Opfer des Hurrikans „Matthew“ und errichtet Schutzzentren für Kinder in den besonders stark betroffenen Gebieten. Kinder sind nach Katastrophen besonders gefährdet. Deshalb errichtet die Kindernothilfe jetzt wie nach dem Erdbeben 2010 spezielle Kinderschutzzentren, in denen die Kinder altersgerechte Nahrung, besondere Zuwendung und vor allem Schutz finden.

Demeter Russafov, Mitarbeiter des Kindernothilfe-Büros in Port-au-Prince, ist gestern von einer Erkundungstour durch die am schlimmsten betroffenen Gebiete zurückgekehrt: “Die Situation in den ländlichen Gebieten ist für Tausende Familien kritisch. Allein in Ans Rouge, im Nordwesten Haitis, sind 720 Häuser unterschiedlich stark zerstört und fünf Schulen beschädigt.“ Die Stadt Port-A-Piment sei völlig zerstört. Durch die Überschwemmungen seien Ernten zerstört und Trinkwasservorräte vergiftet. „Die Gefahr, dass sich Epidemien wie die Cholera weiter ausbreiten, ist enorm hoch.“

Ein Dach über dem Kopf, Nahrung und sauberes Wasser sind aber nicht ausreichend für das Wohl vieler betroffener Mädchen und Buben. Die Kinder brauchen möglichst rasch wieder klare Strukturen in ihrem Leben, um die Erlebnisse gut verarbeiten zu können. In den Kinderschutzzentren der lokalen Partnerorganisationen kümmern sich deshalb Sozialarbeiter und bei Bedarf Psychotherapeuten um die Kinder. Die Eltern in den ersten Tagen nach der Katastrophe oft mit der Situation überfordert und finden keine Ruhe, sich zusätzlich mit den Sorgen und Nöten der Kinder auseinanderzusetzen. Außerdem ist es wichtig, dass der reguläre Schulbetrieb bald wieder aufgenommen wird, um möglichst wenig Unterricht zu versäumen.

Die Kindernothilfe ist seit 1973 in Haiti aktiv und unterstützt dort aktuell rund 16.500 Kinder in 14 verschiedenen Projekten. Nach dem schweren Beben 2010 konzentrierte sich die Arbeit nach anfänglicher Soforthilfe auf den Wiederaufbau. Alle Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und in die langfristige Projektarbeit überführt.

Die Kindernothilfe bittet für die Soforthilfemaßnahmen um Spenden, Kennwort Hurrikan Haiti.

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