FCG-GÖD-Bundeskongress: Schnedl: Die Herausforderungen werden groß sein!

Schnedl: Persönliches großes Dankeschön an Fritz Neugebauer für seinen unermüdlichen Einsatz

Wien (OTS) - Die GÖD ist die einzige Gewerkschaft in der die FCG die Mehrheitsfraktion stellt. Das ist der Verdienst der Kolleginnen und Kollegen. In den letzten 20 Jahren ist die GÖD um 12.000 Mitglieder gewachsen und das gibt uns wichtige Stabilität. Solidarität ist das Breitbandantibiotikum unserer Gesellschaft. Wir als FCG in der GÖD ziehen an einem Strang und das macht uns unschlagbar“, betonte Norbert Schnedl in seiner Rede beim FCG-Bundesfraktionstag Öffentlicher Dienst, der sich bei den Kolleginnen sowie Kollegen und insbesondere bei Fritz Neugebauer für den Einsatz bedankte. Als Beispiel für das „an einem Strang ziehen“, hob Schnedl das FCG-Modell bei der Steuerreform hervor. Dieses wurde gemeinsam entwickelt und nahezu 1:1 umgesetzt: „Das funktionierte nur, weil wir zusammengehalten haben.“

Schnedl gab am FCG-Bundesfraktionstag ein klares Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft ab. Gewerkschaften seien Friedensorganisationen und sicheren die Demokratie. Es sei unglaublich, dass Menschen soweit gehen würden, diese abschaffen zu wollen: „Die Sozialpartnerschaft ist eine Konfliktlösungsmaschine, die tragbare Kompromisse produziert. Diese Fähigkeit der Sozialpartner hat Österreich zu einem der reichsten Länder dieser Erde gemacht. Wir lassen uns die Sozialpartnerschaft nicht schlecht machen und werden uns dieses institutionalisierte Mitspracherecht nicht nehmen lassen!“

„Wir brauchen keinen schlanken Staat, sondern ausreichende Personal-und Sachressourcen“, fordert Schnedl in Richtung Regierung. Er erwarte sich auch mehr Wertschätzung den öffentlich Bediensteten gegenüber: „Im Wort Wertschätzung komme auch der Begriff Wert vor. Diesbezüglich darf ich auf die kommenden Gehaltsverhandlungen hinweisen.“

„Die Arbeitswelt wird sich in den nächsten 10 bis 20 Jahren durch die Digitalisierung grundlegend ändern. Die Zielsetzung der Digitalisierung ist nicht mit jener der Industrialisierung zu vergleichen. Mit der Digitalisierung wird menschliche Arbeit durch computergesteuerte Maschinen, Softwareprogramme und Roboter ersetzt. Für uns ist aber klar, dass die Digitalisierung allen zugute kommen muss. Die Herausforderungen der nächsten Jahre sind groß, so werden wir die Arbeitszeitfrage neu stellen müssen. Wir werden aber auch die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme auf breitere Basis stellen müssen. Der Ansatz der Wertschöpfungsabgabe ist antiquiert, wir müssen hier über andere Möglichkeiten nachdenken, wie zum Beispiel eine Besteuerung des Markteintritts.

Der Verteilungskampf sei aber nicht nur in der Digitalisierung Thema, sondern auch in der Pensionsfrage sei dieser eröffnet. Norbert Schnedl stellte aber eines klar: „Unser Pensionssystem ist krisenfest und solidarisch. Die Drittelfinanzierung ist intendiert und die Zahlen des Finanzministeriums zeigen klar, dass das Pensionssystem auch in Zukunft finanzierbar ist.“

Mit einem persönlichen großen Dankeschön an Fritz Neugebauer schloss Norbert Schnedl seine Rede an den FCG-Bundesfraktionstag Öffentlicher Dienst.

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