Zukunftsgespräch mit Lamya Kaddor: Wie kann Integration gelingen?

Die Integrationsfrage stand im Mittelpunkt der Diskussionsreihe „Zukunft im Turm“ des Wiener Städtischen Versicherungsvereins am Abend des 7. Oktober.

Wien (OTS) - Hunderttausende Flüchtlinge sind nach Österreich und Deutschland gekommen, viele erhoffen sich hier ein besseres Leben. Die Integrationsfrage dominiert die politische Agenda – und stand auch im Mittelpunkt der Diskussionsreihe „Zukunft im Turm“ des Wiener Städtischen Versicherungsvereins am Abend des 7. Oktober.

Im Gespräch mit „Der Standard“-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid erörterte Islamwissenschaftlerin und Autorin Lamya Kaddor Möglichkeiten, wie Radikalisierung verhindert und die Integration von Flüchtlingen gelingen könnte. Lamya Kaddor wurde 1978 in Ahlen in Nordrhein-Westfalen als Tochter syrischer Einwanderer geboren. Sie studierte Arabistik, Islamwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Komparatistik an der Universität Münster. „Integration kann nur gelingen, wenn beide Parteien – Immigranten und Mehrheitsbevölkerung – ihre Bringschuld einlösen. Das bedeutet einerseits integrations- und anpassungswillige Flüchtlinge, andererseits muss Deutschlands Mehrheit Menschen mit Migrationshintergrund und deren in Deutschland geborene Nachkommen auf Augenhöhe respektieren“, erklärt Lamya Kaddor.

Neben ihrer Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen ist Kaddor auch erfolgreiche Autorin – für viel Diskussionspotenzial sorgt ihr aktuelles Buch „Die Zerreißprobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht“. „Wir dürfen nicht damit beginnen, zwischen ‚deutschdeutsch‘ und ‚neudeutsch‘ zu unterscheiden – damit kehren wir der Demokratie endgültig den Rücken! Was wir brauchen, ist ein neues deutsches Wir. Dabei steht nicht die Religion im Vordergrund, sondern Identität und Integration.“

Der Einladung zum Zukunftsgespräch folgten unter anderem Mag. Alev Korun (Nationalratsabgeordnete), Dipl.-Ing. Omar Al-Rawi (Abgeordneter zum Wiener Landtag), Mag. Michael Chalupka (Direktor Diakonie Österreich), Dr. Werner Kerschbaum (Generalsekretär Österreichisches Rotes Kreuz), Dipl.-Ing. Tarafa Baghajati (Obmann der Initiative Muslimischer ÖsterreicherInnen), Romed Perfler (Österreichischer Integrationsfonds), Dipl.-Ing. Hansjörg Tengg (Unternehmer), Franz Karl Prüller (Erste Stiftung), Mag. Oskar Ulreich (FMA) und Dr. Louis Norman-Audenhove (Generalsekretär Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs).

Des Weiteren waren neben KR Dkfm. Klaus Stadler (Aufsichtsratsvorsitzender Wiener Städtische Versicherungsverein) auch Dkfm. Hans Raumauf (Vorstandsdirektor Wiener Städtische Versicherungsverein) sowie Dr. Judit Havasi (Vorstandsdirektorin Vienna Insurance Group) vertreten.

Nach der Diskussion wurden bei Flying Dinner Weine vom Weingut Eitzinger aus Langenlois verkostet.

„Zukunft im Turm“

Im Rahmen der Reihe „Zukunft im Turm“ lädt der Wiener Städtische Versicherungsverein regelmäßig ExpertInnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien in den 20. Stock im Ringturm ein. Im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung, die von „Der Standard“-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid moderiert wird, stehen Gespräche zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen mit wissenschaftlichem Hintergrund.

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