Equal Pay Day – Wurm fordert höheren Mindestlohn und mehr Transparenz über Gehaltsunterschiede im Betrieb

„Die Lohnschere wird kleiner, aber viel zu langsam“

Wien (OTS/SK) - „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber zu langsam“, so SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm zum morgigen „Equal Pay Day“. Ab dem 11. Oktober arbeiten Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis, Männer haben zu diesem Zeitpunkt das Jahreseinkommen von Frauen bereits erreicht. Zwar verkleinert sich die Lohnschere Jahr für Jahr, „aber für uns SozialdemokratInnen geht das viel zu langsam“, so Wurm. Abhilfe gegen die Schlechterstellung von Frauen am Arbeitsmarkt sollen u.a. mehr Transparenz über Gehaltsunterschiede im Betrieb, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindern sowie ein Mindestlohn von 1.700 Euro in allen Kollektivverträgen bringen. ****

Die Einkommensberichte, die mehr Transparenz über geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede bringen, sind für Wurm „ein wichtiges Instrument, damit Frauen wissen, was ihnen zusteht“. Schon seit längerem fordert die SPÖ, diese verpflichtenden Berichte auch auf Betriebe mit weniger als 150 MitarbeiterInnen auszudehnen – inklusive Sanktionen, wenn Vorschriften verletzt werden. „So wie es derzeit ist, profitiert rund die Hälfte der Arbeitnehmerinnen nicht davon“, sagt Wurm und appelliert an die ÖVP, dieser Ausweitung zuzustimmen.

Zentral ist für die Frauensprecherin der SPÖ, die Bedingungen für berufstätige Frauen mit Kindern zu verbessern. „Frauen leisten zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Wir müssen Arbeit zwischen Männern und Frauen besser verteilen und Eltern die Vereinbarkeit erleichtern.“ Der deutliche Ausbau von Ganztagsschulen, der mit dem Budget in Kürze beschlossen wird, soll dazu beitragen.

Fakt ist leider auch, dass in Branchen, in denen traditionell viele Frauen arbeiten, oft schlechter bezahlt wird. „Die SPÖ unterstützt die Gewerkschaft, in allen Kollektivverträgen einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto für Vollzeit durchzusetzen. Das ist nur gerecht und davon würden viele Frauen profitieren!“ (Schluss) up/ah/mp

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