FPÖ-Neubauer: Einmalzahlung von 100 Euro löst das finanzielle Problem der Pensionisten nicht

FPÖ fordert 1,3 Prozent Anpassung und Mindestpension von 1.200 Euro

Wien (OTS) - „Wenn die Pensionen, wie dies gesetzlich vorgesehen ist, im Rahmen der Preisentwicklung des VPI um 0,8 Prozent erhöht werden, so bedeutet dies anhand eines praktischen Beispiels erklärt, dass eine Pension von 1.000 Euro um stolze acht Euro erhöht werden soll. Mit den hundert Euro Einmalzahlung, sollte sie tatsächlich kommen, kämen dann noch etwa sieben Euro dazu, die sich allerdings nicht auf kommende Pensionsanpassungen auswirken und hier liegt der dicke Hund begraben“, kritisiert der freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer.

„Die FPÖ fordert seit Jahren eine Mindestpension von 1.200 Euro und jährliche Anpassungen, die tatsächlich die Kaufkraft der Pensionen erhalten und ein Altern in Würde ermöglicht. Damit könnten wir den österreichischen Pensionisten auch diese jährlichen unwürdigen Diskussionen ersparen. Wenn die Ankündigungen von Bundeskanzler Kern und Sozialminister Stöger tatsächlich ernst zu nehmen sein sollen, dass man etwas für die Pensionisten tun müsse, dann wäre der erste aufrechte und richtige Schritt in diese Richtung, dass man für die Anpassung, wie auch vom Seniorenrat gefordert, die 1,3 Prozent des Mikrowarenkorbes, der den täglichen Einkauf (vor allem Lebensmittel) repräsentiert, heranzieht“, sagte Neubauer.

„Zahlreiche Menschen sahen sich heuer mit einem sprunghaften Mietpreisanstieg von 15 bis 30 Prozent konfrontiert, was bei einer 500-Euro-Miete 75 bis 150 Euro ausmacht. In Verbindung mit 15 Euro Pensionsanpassung ist so der schnelle und sichere Weg in die Armutsfalle vorprogrammiert. Es dürfen durchaus berechtigte Zweifel am sozialen Verständnis von sozialdemokratischen Politikern artikuliert werden, denen die tatsächlichen Bedürfnisse der Menschen offensichtlich fremd geworden sind. Daher ist auch Finanzminister Schelling nun gefordert, das Problem zu erkennen und dementsprechend zu handeln“, forderte Neubauer.

„Wenn wir nun über 200 Millionen Mehrkosten diskutieren, dann muss man ehrlicherweise auch in die Diskussion miteinbeziehen, dass laut einer aktuellen WIFO-Studie die Kosten für Asylwerber allein für das laufende Jahr über zwei Milliarden Euro verschlingen werden. Dieser Umstand führt dazu, dass das Verständnis in der Bevölkerung, dass man für Pensionisten, die vierzig und mehr Jahre in das System eingezahlt haben, kein zusätzliches Geld aufwenden will, klarerweise gegen Null tendiert“, so Neubauer.

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