Aslan zum Equal Pay Day: Frauen haben am Arbeitsmarkt immer noch schlechtere Karten

Grüne: Regierung muss effektivere Maßnahmen gegen Gender Pay Gap schaffen

Wien (OTS) - „Der Equal Pay Day am 11. Oktober zeigt es wieder einmal schwarz auf weiß: Frauen haben auf dem Arbeitsmarkt immer noch die schlechteren Karten“, kritisiert die Grünen Frauensprecherin Berivan Aslan. Im österreichweiten Schnitt liegen die Einkommensunterschiede bei 22,4 Prozent. Das heißt, sie arbeiten im Vergleich zu Männern bis zum Ende des Jahres gratis. „Diese Gratis-Arbeit von Frauen muss aufhören“, betont Aslan.

Die Statistik Austria berechnet die Gehaltsunterschiede jährlich anhand der ganzjährigen, Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen. „Diese Zahlen sind sehr aussagekräftig, weil damit klar wird, dass die Gehaltsunterschiede nicht mit der Teilzeitbeschäftigung von Frauen erklärt werden können“, erläutert Aslan. Ausschlaggebend sei jedoch, dass Frauen verstärkt in schlecht bezahlten Branchen wie Handel, Sozialberufen und Dienstleistungen beschäftigt seien.

Die niedrigeren Einkommen von Frauen haben negative Auswirkungen auf die soziale Absicherung und später auf die Pensionshöhe von Frauen. „Mit den zahlreichen Pensionsreformen, die erst jetzt zu wirken beginnen, werden Frauen künftig noch stärker von Altersarmut betroffen sein“, befürchtet Aslan.

Die Benachteiligung von Frauen im Arbeitsleben zeige sich auch bei der Besetzung der Führungsebenen in den Unternehmen. „Die Spitzengremien österreichischer Unternehmen sind quasi frauenlos. Ihr Anteil in den Geschäftsführungen der umsatzstärksten Unternehmen Österreichs beträgt lediglich 7,2 Prozent“, sagt Aslan. Handlungsbedarf gebe es also auch auf Führungsebene.

Anlässlich des Equal Pay Days fordert Aslan die Regierungsparteien auf, endlich Quotensysteme für die Wirtschaft anzudenken. Gleichzeitig müssten Gleichstellungsanliegen in die Mitte der Politik gestellt werden. „Mit der derzeitigen Aufteilung kommen wir nicht weiter. Das zeigen die anhaltenden Einkommensunterschiede, die sich lediglich im Schneckentempo verringern, und der faktische Ausschluss von Frauen aus den Führungsebenen in der Wirtschaft einmal mehr“, stellt Aslan fest.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001