GPA-djp-Fetik: 1.700 Euro Mindestgehalt, um die Einkommensschere schneller zu schließen

Mehr Lohngerechtigkeit durch konkrete Fortschritte

Wien (OTS) - Die Einkommensschere schließt sich viel zu langsam. Es sei nicht zielführend, nur Missstände aufzuzeigen oder auf freiwillige Fairness bei den Arbeitgebern zu hoffen, kommentiert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) anlässlich des Equal Pay Days, der heuer in Österreich für den morgigen 11. Oktober errechnet wurde: „Frauen verdienen trotz gleich guter Leistung immer noch um 22,36 Prozent weniger als Männer, damit liegen wir im Europa-Vergleich an vorletzter Stelle. Der Vergleich gilt für Vollzeitbeschäftigte, schaut aber für die vielen teilzeitbeschäftigten Frauen auch nicht besser aus. Eine bodenlose Ungerechtigkeit, die wirksam bekämpft werden muss.“

„Mit den Einkommensberichten und mit dem Gehaltsrechner ist es auf gesetzlicher Basis gelungen, mehr Bewusstsein zu schaffen. Die GPA-djp setzt in ihrer Kollektivvertragspolitik erfolgreich weitere Schritte in Richtung höhere Einkommen von Frauen: Ein Mindestgehalt von 1.700 Euro konnte schon in wesentlichen Kollektivverträgen erreicht werden ebenso wie beispielsweise die bessere Anrechnung von Karenzzeiten.

„Weniger Geld heißt Diskriminierung von Frauen. Daher werden wir den Kampf für ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von 1.700 Euro brutto und für das Schließen der Einkommensschere durch konkrete Fortschritte mit aller Kraft weiter führen! Der wachsende Mitgliederanteil von Frauen gibt uns Recht, dass es sich lohnt gut organisiert zu sein“, so Fetik abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Litsa Kalaitzis
Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier
Tel.: 05 0301-21553
Mobil.: +43 676 817 111 553
Email: litsa.kalaitzis@gpa-djp.at
Internet: www.gpa-djp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003