Bayr zum Tag gegen die Todesstrafe: Es gibt keinen Grund, die Todesstrafe zu vollziehen

2015 wurden 89 Prozent der Hinrichtungen in drei Ländern vollstreckt

Wien (OTS/SK) - „Es ist einfach unerträglich, unwürdig und unmenschlich, dass in manchen Ländern der Welt immer noch die Todesstrafe vollstreckt wird“, betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober. In 140 Ländern ist die Todesstrafe mittlerweile verboten. „Ich freue mich, dass 2015 Suriname und 2016 auch Nauru die Todesstrafe abgeschafft haben“, betont Bayr. Die meisten Hinrichtungen, nämlich etwa 89 Prozent, werden in drei Staaten vollzogen. „Jene Staaten, die eine schwache Rechtsstaatlichkeit leben und nicht zu 100 Prozent fair und demokratisch agieren, vollstrecken die meisten Hinrichtungen“, kritisiert Bayr. Laut Amnesty International wurden im vergangenen Jahr 89 Prozent aller Hinrichtungen in China, dem Iran und Irak vollstreckt. ****

Das internationale parlamentarische Netzwerk „Parlamentarians For Global Action“ hat seinen Fokus auf den Themen Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit und einer weltweit von ParlamentarierInnen getragenen Kampagne zur Abschaffung der Todesstrafe. „Es ist sehr wichtig, parlamentarische Diplomatie aktiv zu leben, um weitere Länder zur Abschaffung der Todesstrafe zu bewegen“, betont Bayr. Auch national kommt den Parlamenten eine wichtige Rolle zu, um sich für die Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen, falls diese noch vollstreckt wird. (Schluss) bj

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