Willi: Wenn Alkolocks wirken, sollten sie Standard, nicht Ausnahme sein

Grüne: Koalitionslinie zu Alkohol am Steuer ist erklärungsbedürftig

Wien (OTS) - Verkehrsminister Leichtfried nimmt nach dem LKW nun endlich den alkoholbedingten Blutzoll im Straßenverkehr ins Visier. „Angesichts des großen Leids, das Alko-LenkerInnen über Unschuldige bringen, und der leider verbreiteten Verharmlosung des gewaltigen Alkoholproblems in unserer Gesellschaft sind ernsthafte Bemühungen um einen besseren Rechtsrahmen und bessere Gegenmaßnahmen überfällig und jedenfalls positiv", hält Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen, fest.

Leider ist der Koalitionsentwurf zu Alkolocks &Co aber in einem ganz entscheidenden Punkt nicht nachvollziehbar. Wenn Alkolocks halten, was Leichtfried und seine BeraterInnen versprechen, wären sie die weit intelligentere und vor allem verlässlichere Variante als der reine Führerscheinentzug. Dieser hält niemanden davon ab, trotzdem betrunken weiterzufahren. „Warum aber soll die wirksamere Variante teurer sein als die bisherige? Es müsste genau umgekehrt sein. Wer würde schon freiwillig mehr bezahlen, als er/sie muss?“, stellt Willi fest.

Das Alkoholproblem im Straßenverkehr muss schlüssig und wirksam angegangen und gelöst werden. Bei solchen halbherzigen Lösungen liegt aber der Verdacht nahe, dass in erster Linie andere Interessen als die Verkehrssicherheit bedient werden.

"Bedauerlicherweise ist es in der derzeitigen Regierungskoalition aber offenbar schwierig, wirksame Maßnahmen auch wirksam auf den Weg zu bringen, wie sich auch bei Unfallursachen wie Ablenkung und Schnellfahren zeigt“, kommentiert Willi das heute präsentierte Maßnahmenpaket des Verkehrsministeriums.

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