Neuer Jugendkatechismus "DOCAT" ermutigt zu sozialem Engagement

Jugendbischof Turnovszky bei Präsentation: "Glaube ist ohne gute Werke tot" - Papst in Vorwort: "Gebrauchsanweisung, mit dem Evangelium Welt zu verändern"

Wien (KAP) - Eine jugendgerechte Übersetzung der katholischen Soziallehre und ein starker Impuls zum sozialen Engagement: Das soll der neue Jugendsozialkatechismus "DOCAT" sein, dessen deutsche Ausgabe am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. Der DOCAT sei ein praktisches Buch, erläuterte der österreichische Jugendbischof Stephan Turnovszky bei der Präsentation. Es antworte auf die Frage:
"Was muss ich tun, wenn ich ein Christ sein möchte?"

Der Name DOCAT setzt sich aus den englischen Begriffen "to do" (machen) und "Catechism" (Katechismus) zusammen. Das Vorwort stammt von Papst Franziskus. Er bezeichnet das Buch als "Gebrauchsanweisung, die uns hilft, mit dem Evangelium erst einmal uns selbst, dann unser nächstes Umfeld und am Ende die ganze Welt zu verändern. Denn wir können mit der Kraft des Evangeliums die Welt wirklich verändern."

Seine Premiere erlebte der DOCAT beim diesjährigen Weltjugendtag in Krakau, wo ihn Papst Franziskus als Geschenk an die Jugendlichen verteilte. Inzwischen ist der DOCAT in neun Sprachen erschienen, wie Verleger Bernhard Meuser berichtete. Ausgaben in insgesamt 32 Sprachen seien nach derzeitigem Stand geplant. Begleitend zum Buch gibt es den DOCAT auch als Smartphone-App.

Der DOCAT wird von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegeben und ist die jüngste Veröffentlichung des "YOUCAT"-Projekts. Der unter dieser Bezeichnung von den österreichischen Bischöfen initiierte Jugendkatechismus ist mittlerweile nach der Bibel weltweit das erfolgreichste katholische Buchprojekt. Seit seinem Erscheinen vor fünf Jahren wurde der YOUCAT in 72 Sprachen übersetzt und hält bei einer Auflage von mehr als sechs Millionen Stück.

Der DOCAT knüpfe nun direkt an den YOUCAT an, so Bischof Turnovszky:
"Der Glaube ist ohne gute Werke tot - diese Überzeugung gehört von Anfang an zum christlichen Selbstverständnis und macht den inneren Zusammenhang von Glauben und Ethik deutlich." Von daher sei es eigentlich klar, dass auf den YOUCAT ein DOCAT folgen müsse. Er nehme die individuelle und soziale Dimension christlichen Engagements in den Fokus. Behandelt werden u.a. der Stellenwert der Familie, der Wert der Arbeit, der Umgang mit politischer und wirtschaftlicher Macht in einer globalisierten Welt, aber auch bioethische Fragen und ethische Aspekte der neuen Medien.

"72 Stunden ohne Kompromiss"

Wie sich Jugendliche aus christlicher Motivation konkret engagieren, zeigt seit vielen Jahren die Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss". 5.000 junge Menschen werden sich heuer daran beteiligen und erhalten als kleines Dankeschön dafür den DOCAT. Sophie Matkovits, Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich, meinte wörtlich: "Es ist nicht übertrieben, zu sagen: Der DOCAT ist das Buch zur Aktion - und '72 Stunden ohne Kompromiss' ist die Aktion zum Buch."

"72 Stunden ohne Kompromiss" ist Österreichs größte Jugendsozialaktion, die dieses Jahr zum bereits achten Mal von der Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit "youngCaritas" und Ö3 veranstaltet wird. Von 19. bis 22. Oktober werden sich die 5.000 Jugendlichen österreichweit in ca. 400 unterschiedlichen Sozialprojekten engagieren.

(Info: http://youcat.org)

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