„Universum“ über „Europas letzte Nomaden“ präsentiert

Spektakuläres, internationales Doku-Projekt am 11. Oktober in ORF 2

Wien (OTS) - Rumäniens Waldkarpaten, die heiße Steppe Spaniens, die romantische Inselwelt an der Küste von Wales, die mediterranen Bergzüge im Süden Frankreichs, die alpinen Welten Tirols: fünf europäische Naturräume, wild und unverbraucht; Lebensräume, die kontrastreicher nicht sein könnten: einmal mild und sanft, das andere Mal bizarr und unberechenbar. Gernot Lerchers „Universum“-Dokumentation über „Europas letzte Nomaden“, die gestern, am 5. Oktober 2016, von Andrew Solomon, dem Leiter der ORF-„Universum“-Redaktion, sowie den Intersport-Geschäftsführern Nikolaus Klingohr (der auch Produzent des Films ist) und Dr. Heinrich Mayer-Moroni in Wien präsentiert wurde, vereint diese Regionen am Dienstag, dem 11. Oktober, um 20.15 Uhr in ORF 2 in einem Film, denn sie alle haben eines gemeinsam: Die Fernweidewirtschaft, Transhumanz genannt, bestimmt den Rhythmus ihres Lebens. Die letzten Nomaden Europas sind Wanderhirten, die mit riesigen Schaf- und Rinderherden oft Hunderte Kilometer durchs Land ziehen, um von Winterweide zu Sommerweide – und wieder zurück – zu kommen. Auf alten Wegen, dem Wechsel der Jahreszeiten und den Spuren vieler Generationen folgend. Der Französische Botschafter in Österreich, Pascal Teixeira da Silva, ließ sich die Filmpremiere ebenso wenig entgehen wie der Rumänische Botschaftssekretär Adrian Adam.

In eindrucksvollen Bildern führt die Dokumentation „Europas letzte Nomaden“ quer durch Europa: vom Grenzland Rumäniens zur Ukraine im europäischen Osten bis weit in den Westen Europas, an die Atlantikküste von Wales; vom Hochgebirge der Ötztaler-Alpen ins Zentrum der Iberischen Halbinsel, in Don Quichotes La Mancha, und schließlich wieder hinauf ins Bergland der südfranzösischen Cevennen.

Der Zug der großen Herden ist ein einziges großes Abenteuer. Regisseur Gernot Lercher hat die Wanderungen mit den Hirten gemeinsam gemacht, ihre Strapazen miterlebt. Nur noch wenige große Herden sind im 21. Jahrhundert unterwegs. Vielleicht ist diese Hirten-Generation die letzte, die die großen Wanderungen auf sich nimmt. Der „Universum“-Film richtet den Blick auf die großen Herausforderungen für die Tiere. Den Kräften der Elemente ausgesetzt, werden sie selbst gestaltender Teil der Natur: „Europas letzte Nomaden“ erzählt vom Leben und Überleben. Von Tieren, die voneinander abhängig sind, im ständigen Spannungsfeld des Mit- und Gegeneinanders. Von Menschen unterschiedlichster Herkunft und aus den unterschiedlichsten Kulturlandschaften des europäischen Kontinents, die Jahr für Jahr alles geben, um uralte Traditionen zu bewahren. Mögen die Hirten geografisch noch so weit voneinander entfernt leben, es gibt etwas, das sie alle verbindet: ihr Leben in tiefem Einklang mit der Natur.

Fünf Länder, 14 Kameramänner

So international wie das Setting war auch die Zusammenarbeit hinter der Kamera: „Ein so europäisches Thema verlangt auch nach einer grenzübergreifenden Produktionsbasis“, so Heinrich Mayer-Moroni von der Interspot Film. Als Executive Producer gelang ihm eine Zusammenarbeit mit Kwanza (Frankreich), Cwmni Da (Wales) und Grupo Ganga (Spanien), die ihrerseits France 2 und S4C an Bord holten. Diese breite europäische Produktionsstruktur war auch ausschlaggebend dafür, dass neben dem Fernsehfonds Austria auch eine Förderung durch Creative Europe – MEDIA erreicht werden konnte. Entsprechend war die Herstellung des Films eine logistische Herausforderung. Regisseur Gernot Lercher arbeitete mit insgesamt 14 verschiedenen Kameraleuten. „Am Ende muss der Film aussehen, als wäre er aus einem Guss, so als hätte ihn ein einziger Kameramann gedreht. Ich denke, das ist gelungen, denn ich hatte das Glück, in all den Ländern mit den Besten ihres Fachs arbeiten zu dürfen. ‚Europas letzte Nomaden‘ ist jedenfalls ein durch und durch europäischer Film, vor und hinter der Kamera“, resümiert Lercher nach 80 Drehtagen im Lauf von eineinhalb Jahren. „Wann hat man schon die Gelegenheit, für eine Dokumentation fünf wundervolle Länder zu bereisen, noch dazu auf alten Wegen, fernab der heutigen Verkehrswege? Ich habe Europa durch diese Arbeit neu kennen und verstehen gelernt. Auf gewisse Weise war es eine Zeitreise.“

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