Höfinger: Nach Zustimmung zur Ratifizierung des Klimaschutzabkommens ist Handeln gefragt

Diskussion zur Umsetzung des Klimavertrages von Paris im Umweltausschuss

Wien (OTS) - Die Zustimmung einer überwältigenden Mehrheit der Abgeordneten im Europaparlament zur Ratifizierung des Pariser Weltklimavertrages ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Zwei Grad-Ziel, zeigte sich heute, Dienstag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Johann Höfinger anlässlich der heutigen Sitzung des Umweltausschusses erfreut über den Beschluss, der den Weg für eine formelle Ratifizierung der EU und ein Inkrafttreten des Vertrags ebnet. Das weltweite Klimaschutzabkommen hat die ambitionierten Ziele, die Treibhausgase bis 2050 in Industrieländern um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren und die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. "Das Pariser Abkommen ist ein historischer Durchbruch in der internationalen Klimapolitik. Alle Staaten sind nun zur Steigerung ihrer Klimaschutzanstrengungen und zu regelmäßigen Berichten verpflichtet", so Höfinger.

"Es war etwas Besonderes, was in Paris geschehen ist – es war eine globale Erkenntnis, wo die Welt gesagt hat: Wir haben ein Problem. Wir sehen es. Wir haben es verstanden. Wir wollen, wir müssen etwas tun", so Höfinger weiter. In Zukunft brauche es eine offene Diskussion, um diesen Prozess weiter voranzutreiben. Auch die parlamentarische Enquete zum Klimavertrag Anfang Juli sei ein gelungener Auftakt dazu gewesen.

"Die Zeit für einen Umstieg auf Erneuerbare ist reif, wir haben insofern eine gute Ausgangsposition, als wir bei vielem nicht neu zu beginnen brauchen. Wir haben in Österreich bereits einen guten Grundstock, beispielsweise hinsichtlich der Innovationen in der Klima- und Technologiepolitik. Von dieser Plattform aus können wir weiter arbeiten, aber wir müssen manches rascher umsetzen als bisher. Dazu brauchen wir Mut, Innovationskraft und Leidenschaft, die es vielerorts in diesem Land schon gibt." Österreich sei jedenfalls auf einem gutem Weg, wies Höfinger unter anderem auf das in einem ersten Schritt erarbeitete "Grünbuch", das die Grundlage für eine fundierte und faktenbasierte Diskussion für eine integrierte Energie- und Klimastrategie schafft. Gegenwärtig findet der Stakeholder-Dialog zum Grünbuch statt. Der Gesamtprozess ist längerfristig angesetzt: Bis zur Jahresmitte 2017 werde ein "Weißbuch" vorliegen, das die Rahmenbedingungen für ein gemeinschaftliches Vorgehen vorgibt und woraus sich detaillierte Maßnahmenpläne ergeben.

"Wir haben in diesem Bereich viele Chancen für dieses Land, für die Unternehmen und damit für den Standort und für die Arbeitsplätze und auch, um die regionale Wertschöpfung zu erhöhen", schloss Höfinger. (Schluss)

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