Industrie: Moderne Arbeitszeitlösungen stärken Beschäftigung

IV-GS Neumayer: Trendwende auf Arbeitsmarkt nur durch moderne und flexiblere Arbeitszeitformen – Kostenneutraler Impuls für Investitionen, Wachstum und Jobs

Wien (OTS) - „Zeitgemäße Rahmenbedingungen sind Voraussetzung, damit Unternehmen erfolgreich arbeiten, investieren und neue Jobs schaffen können“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Dienstag, zur aktuellen Diskussion über das Arbeitszeitrecht. Österreichs Industriebetriebe befänden sich im ständig schärfer werdenden internationalen Wettbewerb, das Marktumfeld werde stetig volatiler. Der IV-Generalsekretär betonte einmal mehr, dass es nicht darum ginge, „in Summe mehr zu arbeiten, sondern dann, wann es sinnvoll ist – praxisgerecht für Unternehmen, flexibel für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“. Als konkreter Schritt sei die Anhebung der möglichen Tageshöchstarbeitszeit sinnvoll und erforderlich, insbesondere die im Regierungsprogramm vorgesehene Anhebung bei der Gleitzeit von zehn auf zwölf Stunden. Zudem brauche es gesetzliche Änderungen, um insgesamt auf betrieblicher Ebene flexibler entscheiden zu können. „Hier gibt es noch großen Handlungsspielraum“, so Neumayer.

Eine Gefahr für Wirtschaftsstandort und Arbeitsplätze seien allerdings ständig neue Forderungen nach Mehrbelastungen für Unternehmen: So hätte die von den Gewerkschaften verlangte leichtere Erreichbarkeit der 6. Urlaubswoche zusätzliche Kosten von rund 400 Mio. Euro für Unternehmen und damit einen unausweichlichen Verlust von Jobs zur Folge. „Im Gegensatz dazu könnten moderne und flexiblere Arbeitszeitregelungen ein wichtiger und kostenneutraler Impuls für Investitionen, Wachstum und Jobs sein“, so Neumayer. „Österreich ist nur eines von drei EU-Mitgliedsländern, in denen die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Im europäischen Vergleich sind wir in den letzten drei Jahren von Platz 1 auf 9 zurückgefallen. Die Daten sind alarmierend und haben nichts mit ‚Krankjammern‘ zu tun. Um eine Trendwende zu erreichen, brauchen wir daher ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik statt ständiger Blockade durch die Gewerkschaften.“ Wesentlicher Stellhebel für eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt sei die dringend notwendige Anpassung und Modernisierung der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen in Österreich an die ökonomische Realität der Unternehmen sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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