„WELTjournal“ am 5. Oktober: „Propagandakrieg – der Kampf um unsere Meinung“

„WELTjournal +“ mit „Abschuss MH17 – Verschwörung oder Wahrheit“

Wien (OTS) - Im Juli 2014 wird die Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine von einer Rakete getroffen, alle 298 Menschen an Bord sterben. Der Absturz der Maschine führt zu einer außenpolitischen Krise, die bis heute nicht beigelegt ist. „WELTjournal“-Reporter Patrick Hafner beschäftigt sich in seinem Film mit der Rolle der Medien und der teils widersprüchlichen Berichterstattung und zeigt so, wie sich in Kriegszeiten Berichterstattung und Propaganda vermischen – in „Propagandakrieg – der Kampf um unsere Meinung“, am Mittwoch, dem 5. Oktober 2016, um 22.30 Uhr im „Weltjournal“ in ORF 2. Danach, um 23.05 Uhr, geht „Weltjournal +“ in der Dokumentation „Abschuss MH17 – Verschwörung oder Wahrheit“ akribisch allen Indizien nach.

„WELTjournal: Propagandakrieg – der Kampf um unsere Meinungen“ (22.30 Uhr)

Wenn es um Kriege und Krisen geht, vermischen sich Berichterstattung und Propaganda. Sich ein objektives Bild zu machen, ist oftmals kaum möglich. Nicht nur in Russland und China, sondern auch in westlichen Demokratien werden Nachrichten gefiltert und selektiert. Massenmedien präsentieren scheinbar stimmige Erklärungsmuster, wer Aggressor und wer Opfer ist, wer auf der Seite der Guten steht und wer auf jener der Bösen – die Realität ist meist viel komplexer.

„WELTjournal“-Reporter Patrick Hafner legt die teils widersprüchliche Berichterstattung am Beispiel der zum Absturz gebrachten Passagiermaschine MH17 und des Ukraine-Kriegs offen. Der Kampf mit militärischen Mitteln setzt sich fort im Kampf um die öffentliche Meinung. Die russische Regierung beeinflusst die öffentliche Meinung in erster Linie durch das Staatsfernsehen, aber auch die internationalen Leitmedien müssen sich den Vorwurf der Einseitigkeit gefallen lassen, selbst wenn sie für sich in Anspruch nehmen, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen.

„WELTjournal +: Abschuss MH17 – Verschwörung oder Wahrheit“ (23.05 Uhr)

Der Zwischenbericht der internationalen Ermittler von vergangener Woche in den Niederlanden zum MH17-Absturz ist auf großes Interesse gestoßen: Das Ermittlerteam bestätigt, dass es eine russische Buk-Flugabwehr-Rakete war, die die malaysische Passagiermaschine vor mehr als zwei Jahren über der Ost-Ukraine abgeschossen hat. Abgefeuert wurde sie mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Gebiet der pro-russischen Rebellen. Bereits eine technische Untersuchung im Oktober 2015 hatte ergeben, dass die Maschine von einer Buk-Rakete russischer Bauart getroffen worden war. Diese Raketen werden allerdings sowohl von den russischen als auch von den ukrainischen Streitkräften verwendet.

Die Ermittler stützen sich auf zahlreiche kriminaltechnische Indizien, auf Handy-Fotos und -Videos, Satellitenaufnahmen und Telefonmitschnitte. Russland bezeichnet die vorgelegten Beweise als Fälschung und verfolgt eine ganz andere These: In Moskau hält man den Abschuss für eine konzertierte Aktion der Ukraine, um ihn dem militärischen Gegner Russland in die Schuhe zu schieben. Die Dokumentation geht akribisch allen Indizien nach und zeigt, wie schwierig es für Ermittler ist, Wahrheit und Verschwörung auseinanderzuhalten.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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