Media Innovation Day: Virtual Reality erobert Journalismus

Wien: Medienkonferenz von fjum und Virtual Reality Association Austria (VRAA)– Österreicher sehen VR-Einsatz im Journalismus problematisch

Wien (OTS) - Der mittlerweile dritte Media Innovation Day (MID) der journalistischen Weiterbildungseinrichtung fjum forum journalismus und medien in Kooperation mit der Virtual Reality Association Austria (VRAA) setzt auf das Thema Virtual Reality und 360 Grad Videos. Die mit zahlreichen internationalen Gästen besetzte Medienkonferenz fand am Montag im Headquarter der Telekom Austria Group statt. Weitere Partner waren ORF, Wiener Zeitung, FH St. Pölten und das Global Editors Network.

Robert Hernandez von der University of Annenberg School for Communication and Journalism (USC) in Kalifornien gilt als einer der profundesten Experten beim Einsatz von Virtual Reality im Journalismus: “Nach iPod und Smartphones ist Virtual Reality der nächste große technologische Quantensprung”, sagte Hernandez in der Keynote. Trotz aller technischen Möglichkeiten müsse die journalistische Arbeit stets im Zentrum stehen, so Hernandez: “Eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte – ganz egal, welche technischen Tools wir verwenden.” Die größten Entwicklungen werde es in den kommenden Jahren im Bereich Augmented Reality (Erweiterte Realität) geben, prognostiziert der Journalist und US-Professor. Bei Augmented Reality werden reale Videos mit computergestützten Einspielungen verbunden.

Im Zuge des Media Innovation Day (MID) präsentierte das Gallup-Institut eine umfassende VR-Studie unter dem Titel “Virtual Reality – Utopia oder Dystopia?”. Demnach ist bereits mehr als die Hälfte der Österreicher mit dem Begriff VR vertraut. Bei Internet-Affinen liegt der Anteil bei 64 Prozent. Für die Studie wurde die Akzeptanz von VR-Elementen für 17 verschiedene Branchen erhoben. Demnach wird die Anwendung von Virtual Reality in den Bereichen Architektur, Medizin, Tourismus sowie in der Unterhaltungsindustrie positiv bewertet. Anders im Journalismus: Laut Gallup-Umfrage lehnt ein Drittel den Einsatz von VR in dieser Branche ab. 67 Prozent der Befragten können sich vorstellen, positive gehaltene journalistische Beiträge im VR-Format anzusehen oder sie sind noch unentschlossen.

“Für uns ist die Kernfrage des diesjährigen Media Innovation Day, wie Virtual Reality und Journalismus vereinbar sind. Wir möchten die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen beleuchten”, sagt Daniela Kraus, Geschäftsführerin von fjum und Co-Gründerin der Virtual Reality Association Austria (VRAA). Den diesjähgrigen Media Innovation Day besuchten heuer knapp 120 Gäste aus dem In- und Ausland. Weitere Vortragende waren unter anderem Jean Yves Chainon, Filmemacher und Head producer des Global Editors Network, Marcus Bösch, Gründer des VR-Start Ups VRagments sowie Alexander Knetig, Chefredakteur von ARTE Creative.

Auszüge der Gallup Studie stehen unter www.gallup.at zur Verfügung.

METHODE und Eckdaten zur Gallup-Studie:

- Explorative Vorstufe: 15 Qualitative Interviews

- Internet-affine österreichische Bevölkerung: 600 Fälle, repräsentativ für die webaktive österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

CAWI / Computer Assisted Web Interview im Gallup-eigenen Onlinepanel „gallupforum“

- Österreichische Bevölkerung gesamt: 974 Fälle, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren

CAPI / Face-to-face Interviews

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