Finales Doppel für ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“: Letzte Folge der Jubiläumsstaffel und Doku über Erfolgsgeheimnis

Am Mittwoch, dem 5. Oktober, ab 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Jubiläumssaison der ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“ geht in ihr großes Finale, und dies gleich mit zwei Sendungen: Am Mittwoch, dem 5. Oktober 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2, steht die letzte Folge der 20. Staffel von Elizabeth T. Spiras beliebter TV-Reihe auf dem Programm, in der die unangefochtene Königin der einsamen Herzen traditionell Bilanz zieht. Mit Kandidatinnen und Kandidaten vergangener Sendungen spricht sie über deren Erlebnisse. Danach, um 21.05 Uhr, zeigt ORF 2 die neue Dokumentation „20 Jahre ‚Liebesg’schichten und Heiratssachen‘ – Das Geheimnis des Erfolgs“ von Tanja Lesowsky und Jenny Rezny als unterhaltsamen Rückblick mit soziologischen, psychologischen und philosophischen Analysen des TV-Phänomens aus heutiger Sicht. Elizabeth T. Spira lässt darin – diesmal vor der Kamera – ihre Erfahrungen prägnant und witzig Revue passieren.

Zur zehnten und letzten Folge der 20. Staffel (20.15 Uhr)

Dr. Wolfi, 74-jähriger pensionierter HNO-Arzt aus der Steiermark, seit einem Jahr Single, suchte eine „Traumfrau, die sportlich, familien- und kinderlieb ist und mit der ich auf einer Wellenlänge dahinsegeln kann. Ich sehne mich nach Zweisamkeit.“ Der Mediziner erhielt viel Liebespost und hat 20 Frauen getroffen. „Das war ein Stress“, der sich allerdings ausgezahlt hat: Drei Damen sind in der engeren Auswahl. Dr. Wolfi ist sich sicher, nächstes Jahr zu zweit zu sein, doch mit wem, weiß er noch nicht.

Uschi, 55-jährige Heimhilfe aus der Steiermark, war zweimal verheiratet. Beim ersten Mal war „ich zu jung und die zweite Ehe zerbrach, weil wir uns auseinanderlebten.“ Doch ihre „große Liebe“ hat sie nicht geheiratet. Sie war 17, als sie im Urlaub einen Franzosen kennenlernte. Sie konnte kein Wort Französisch, er kein Wort Deutsch. „Es war dennoch die wahre Liebe mit Herzklopfen und Schmetterlingen.“ Ihren Franzosen hat sie nie mehr wieder gesehen. „Er war für mich der perfekte Mann. Wir waren seelenverwandt – und so jemanden suche ich wieder.“ Fünf Wochen nach ihrem Auftritt in „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ ist Uschi verliebt. Beim „zweiten Date hat es zu kribbeln angefangen!“ Und Uschi freut sich nun auf das dritte Rendezvous.

LKW-Fahrer Harald aus dem Burgenland wurde nach 20 Ehejahren von seiner Frau verlassen. Allein musste er sich um die Erziehung der vier Kinder kümmern. Mittlerweile sind diese erwachsen und die Sehnsucht nach einer Partnerschaft „wo man sich gegenseitig etwas gibt“ wurde immer stärker. Das Glück war Harald hold und er traf Christa aus dem Waldviertel. Im Sommer haben sie geheiratet.

Der 55-jährige Trafikant Alf aus Wien-Donaustadt sehnte sich nach einer langfristigen Beziehung, „in der auch die Erotik dauerhaft einen hohen Stellenwert haben soll“. Er träumte von einer „Altersbeziehung: Zuneigung mit Faktor Erotik auf ewig.“ Vier Wochen später ging sein Wunsch in Erfüllung: Er traf Liane und eine leidenschaftliche, ekstatische Beziehung begann.

Jofrie, 60 Jahre alt und Selbstständiger aus Linz, suchte Anfang August eine Lebenspartnerin: „ein Engerl, das mich beschützt“. „Die letzten Jahre bestanden nur aus Arbeit. Jetzt habe ich wieder Zeit, die Firma gebe ich weiter“. Sechs Wochen später ist der Geschäftsmann sehr verliebt in eine Wienerin. Sie haben bereits zwei Wellness-Wochenenden genossen und Jofrie hat seine neue Liebe auch mehrmals in Wien besucht. „Ich hätte mir nicht gedacht, dass man sich als älterer Mensch noch einmal so verlieben kann.“

Susi, 45-jährige Hundefrisörin und Sekretärin aus der Steiermark, suchte 2014 einen „tierlieben, unternehmungsfreudigen, lustigen Mann mit Waschbärbauch und Glatze“. Und ihr Wunsch ging in Erfüllung: Der neue Lebensgefährte Karli aus Oberösterreich, ein absoluter Hundenarr, hat es ihr angetan. Die beiden genießen das Leben zu zweit. „Er ist der liebste Mensch, den ich je kennengelernt habe.“ Im Sommer haben Susi und Karli geheiratet.

Als bisher älteste Kandidatin der ORF-Reihe suchte Rosa-Maria, 95-jährige Pensionistin aus Wien-Meidling, „einen netten Mann zum Kaffeetrinken, Sprechen und zum Spazierengehen.“ Seit acht Jahren verwitwet, erlebte sie ihre Situation als „schmerzliche Einsamkeit“. Rosa-Maria hat viele Briefe bekommen. Und sie hat den ebenfalls 95-jährigen Alfred aus Wien kennengelernt, mit dem sie bereits dreimal Kaffee – „Jausenkaffee bitte“ – getrunken hat.

Werner, 70, Pensionist und Laienschauspieler aus Vorarlberg, seit zehn Jahren verwitwet, suchte 2014 eine unternehmungslustige Partnerin, die den Winter mit ihm im Ländle und den Sommer in seinem Haus in Italien verbringen will. „Eine Frau“, so Werner, „ist der Schmuck eines Mannes, sein Glückssymbol und sein Maskottchen.“ Bald nach der Sendung meldete sich Ingrid aus Oberösterreich. „Wir haben schon am Telefon eine Mordshetz gehabt!“ Das neue Paar reist viel und wenn er im Winter Theater spielt, dann sitzt sie im Publikum und „ist mehr als ein Maskottchen – sie ist die gute Fee“ – so Werner. Und Ingrid: „Wir ergänzen uns unheimlich gut!“

Details zur Doku ‚Liebesg’schichten und Heiratssachen‘ – Das Geheimnis des Erfolgs“ (21.05 Uhr)

Der Film begibt sich auf die Suche nach dem Phänomen „Liebesg’schichten“. Keine andere TV-Reihe reflektiert so gekonnt den Wandel von Werten und Rollenbilder in unserer Gesellschaft. Einstellung und Lebensweisen der Menschen haben sich in den vergangenen 20 Jahren verändert: Die Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Paaren ist selbstverständlich geworden, Frauen, die ihre Bedürfnisse nach Liebe und Sex ausdrücken ebenso. Während früher schräge und skurrile Protagonistinnen und Protagonisten auf Partnersuche gingen, locken die „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ heute Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten an. Nicht verändert hat sich die Sehnsucht: Alle suchen die große Liebe und eine gut gelebte Partnerschaft.
Soziologin Dr. Irmtraud Voglmayr spricht über veränderte Rollenbilder, Philosophin Katharina Lacina ergründet das Phänomen der Liebe und die Psychologen Roland und Sabine Bösel erläutern Beziehungsdynamiken und die Sehnsucht nach stabilen und langlebigen Partnerschaften.
Sendungsmacherin Elizabeth T. Spira hat so manche witzige Anekdote, aber auch berührende Momente aus der 20-jährigen Arbeit an diesem Erfolgsformat zu erzählen.
Schauspielerin Lotte Tobisch, die „Grande Dame“ des österreichischen Theaters, sieht in der Einsamkeit vieler – vor allem älterer – Menschen ein Erfolgsgeheimnis der Sendung.
Die Regisseurinnen Tanja Lesowsky und Jennifer Rezny lassen in ihrer Dokumentation 20 Jahre „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ Revue passieren und laden zum Nachdenken und Schmunzeln ein.

Die aktuelle „Liebesg’schichten und Heiratssachen“-Staffel ebenso wie die neue Dokumentation sind Produktionen des ORF, hergestellt von Wega Film. Die Sendungen sind nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0004