Karikaturmuseum Krems: 15. Geburtstag mit prominenten Gästen

Österreichs einzigartiges Museum feierte am Wochenende mit buntem Programm

Krems (OTS) - Von wissenschaftlich-ernsthaft bis abenteuerlich-unterhaltsam reichte das Programm, mit dem das Karikaturmuseum Krems am Wochenende sein Publikum, seine KünstlerInnen und sich selbst beschenkte. Bei Kaiserwetter stießen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien auf das über die Grenzen Österreichs renommierte Haus an. Neben einer Fachenquete wurden die „Lange Nacht der Museen“ und der „1 Euro Publikumssonntag“ in Kooperation mit der NÖN begangen.

Prominente Gäste

Unter den Gästen waren neben Landeshauptmann Erwin Pröll, Hermann Dikowitsch, Leiter der Abteilung für Kultur, Wissenschaft und Kultur der Niederösterreichischen Landesregierung, der Geschäftsführer der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft Paul Gessl, Erich Grabner (Präsident Freunde der Kunstmeile Krems), Gottfried Paulus (Geschäftsführer Kunstmeile Krems), Christian Bauer (Direktor Landesgalerie Niederösterreich) und Karikaturmuseum Krems Direktor Gottfried Gusenbauer. Neben Marietta Deix und Annemarie Sokol waren die Künstlerinnen und Künstler Gerhard Haderer, IRONIMUS Gustav Peichl, Bernd Ertl, Wolfgang Ammer, Xi Ding, Margit Krammer, Doris Schamp, Verena Hochleitner, Markus Szyszkowitz und „Novak“ Haderer-Alter Ego Schauspieler Ferry Öllinger anwesend.

Auch Kulturphilosophin Isolde Charim und als Vertreterin des Kooperationspartners Donau-Universität Anja Grebe, (Leiterin Departments für Kunst- und Kulturwissenschaften) kamen um zu gratulieren, ebenso wie Sponsor Paul Birngruber (Autohaus Birngruber Krems, Tulln, Langenlois).

1,1 Millionen Menschen in 15 Jahren

Über 1,1 Millionen Besucher konnten in den letzten 15 Jahren in dem nach den Plänen des Architekten und Karikaturisten Gustav Peichl/IRONIMUS gebauten Haus an der Kremser Kunstmeile Werke der Karikatur, Satire und kritischen Graphik von 745 Künstlern und Künstlerinnen bestaunen.

Dabei präsentierte ein facettenreiches Programm über die Jahre auf 780m2 Ausstellungsfläche wichtige Tendenzen und Entwicklungen in der europäischen und internationalen Karikatur. Gezeigt wurden historische Schauen wie „Der Simplicissimus“, Personalen unter anderem mit Gerhard Haderer, Erich Sokol, Carl Barks, F.K.Waechter, Paul Flora, Marie Marcks, Barbara Yelin, Janosch, Mordillo und Themenausstellungen wie „Die Zeichner der Neuen Frankfurter Schule“, „Max&Moritz, Bildergeschichten von Wilhelm Busch“ oder „Lucky Luke“.

Die auf Initiative des kürzlich verstorbenen Manfred Deix zurückgehende Museumsgründung fand in Niederösterreich mit Landeshauptmann Dr.Erwin Pröll einen prominenten Förderer. Erklärter Anspruch des neuen Museums war und ist es, Karikatur, Satire und kritische Graphik verstärkt im Kontext Kunst zu positionieren, präsentieren und wahrnehmbar zu machen.

Peichl, Haderer, Pröll als Gratulanten

In den zahlreichen Reden und Geburtstagsadressen zum Jubiläum wurde der Beitrag des Karikaturmuseum Krems zur Verankerung von Karikatur und gezeichnete Satire als fixer Bestandteil der Museumsprogramme in aller Welt hervorgehoben. Gewürdigt wurden insbesondere die Verdienste des Museums in der wissenschaftlichen Aufarbeitung gemeinsam mit den Landessammlungen Niederösterreich und der Donau-Universität Krems.

Den Auftakt für die Feierlichkeiten bildete eine Matinee vor Fachpublikum in deren Rahmen Architekt Gustav Peichl („Ich bin ein eitler Architekt.“) die Anfänge des Karikaturmuseum Krems in einem Anruf Manfred Deix mit den Worten: „Gustav, du musst für mich ein Museum bauen“, verortete. Kulturphilosophin Isolde Charim befundete bei den jüngsten Attentaten auf Karikaturisten als wahren Feind für die Angreifer "die atheistische, säkulare, pluralistische, die offene, die liberale, die post 68er Gesellschaft“ und befand: „ Aber diese Gesellschaft zeichnet zurück." Und auch für Karikaturmuseum Krems Direktor Gottfried Gusenbauer haben Karikatur und Satire eine politische Funktion: "Sie müssen und dürfen als Form der freien Meinungsäußerung unbequem sein. Das gehört zur Demokratie dazu." In seinem Ausblick auf die kommenden Jahre nannte Direktor Gusenbauer als wesentlichen Fokus einerseits die fortlaufende Unterstützung speziell von weiblichen Karikaturisten in Zusammenarbeit mit Artist-in-Residence (AIR). Verstärkt in den Fokus rücken sollen außerdem Mangas und die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Manga Museum Kyoto in Japan.

Wettbewerb für digitale Karikatur vorgestellt

Auf Gerhard Haderers Befund, die medialen Bühnen für Karikaturisten nähmen aufgrund beinharter wirtschaftlicher Überlegungen („Uns Luxusgeschöpfe muss man sich erst einmal leisten können!“) und der vermehrten Verlagerung in digitale Kanäle kontinuierlich ab, reagierte Landeshauptmann Dr.Erwin Pröll mit der Vorstellung eines mit 30.000,-- Euro dotierten neuen Wettbewerbs zur Förderung digitaler Karikatur. Der „Erich Sokol Preis für digitale Karikatur“ wurde vom Land Niederösterreich mit der Erich Sokol Privatstiftung in Mödling und dem Karikaturmuseum Krems entwickelt und wird erstmals ab dem Frühjahr 2017 weltweit ausgeschrieben.

Am Samstagnachmittag ging die Geburtstagsfeier in der „Langen Nacht der Museen“ weiter. Mit dem „1-Euro Publikumstag“ bot das Karikaturmuseum Krems schließlich den ganzen Sonntag ein buntes Programm für Familien.

Rückfragen & Kontakt:

Martina Hackel
Leitung Marketing
Karikaturmuseum Krems
Tel. +43 2732 908020-252
Mobil +43 664 60499 252
martina.hackel@karikaturmuseum.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KUK0001