Reimon/Wettbewerb: Kommission prüft Börsen-Zusammenschluss

Vestager muss bei Prüfung Brexit-Szenarien einrechnen

Brüssel (OTS) - Die deutsche Börse AG und London Stock Exchange (LSE) planen einen Zusammenschluss. Mit der Zusammenlegung würde der größte Börsenplatz Europas entstehen. Die EU-Kommission prüft jetzt, ob die Fusion den Wettbewerb verzerrt, insbesondere im Bereich der Clearing Häuser, wo es um Risikohaftungen geht. Der Deal ist 25 Milliarden Euro schwer und würde den Briten - selbst nach einem Austritt frühestens zwei Jahre nach Beginn der Brexit-Verhandlungen - einen Fuß in der Tür am Euro-Finanzmarkt sichern.

Michel Reimon, EU-Abgeordneter der Grünen und wettbewerbspolitischer Sprecher, sagt: "Wichtig wird sein, dass die Kommission bei ihrer Prüfung bereits mehrere Brexit-Szenarien durchspielt - gerade weil die Verhandlungen noch nicht begonnen haben. Ein Ausscheiden des Finanzplatzes London aus der Union wird unweigerlich die Bedeutung von Frankfurt steigern. Wenn die wettbewerbsrechtliche Prüfung da schon zu berücksichtigende Szenarien liefern kann, ist das auch für die Verhandlungen relevant." Kommissarin Margarethe Vestager soll bei ihrer Überprüfung einkalkulieren, ob und inwiefern Börsen versuchen, aus dem Brexit Profit zu schlagen und damit eine Monopolstellung am europäischen Finanzmarkt einnehmen.

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