Industrie: Bewegung in der Bildungspolitik nutzen

IV-Präsident Kapsch: Autonomie und Ganztagsschule richtige Maßnahmen – Kritik der Landesschulratspräsidenten an Hammerschmid sachlich nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Als „sachlich nicht nachvollziehbar“ bezeichnete der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Georg Kapsch, die jüngsten Aussagen von Landesschulratspräsidenten in Richtung Bildungsministerin Sonja Hammerschmid: „Ich hoffe sehr, dass in der Bildungspolitik endlich Bewegung und Ergebnisse sichtbar werden. Parteipolitisches und landespolitisches Kalkül scheinen gerade hier stets über der Sache zu stehen. Dies gilt auch für die Frage der Lehrerbesetzungen durch die Schulleiter. Hier ist die Haltung der Frau Bundesministerin und ihr Eintreten für Autonomie eindeutig zu unterstützen. “

Auf die Ganztagsschule zu setzen, sei richtig. „Die Ganztagsschule ist vor allem in ihrer verschränkten Form ein wesentlicher Erfolgsfaktor einer zeitgemäßen Schule. Moderne Ganztagsschulen werden unsere Kinder fördern, unser Bildungssystem verbessern und auch zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.“ Umso wichtiger sei es, die 750 Mio. Euro für den Ganztagsschulausbau dorthin zu leiten, wo sie hingehören, nämlich in die Schulen und Klassenzimmer. „Das Geld muss nach klaren Kriterien zielgerichtet vergeben werden. Die Bedürfnisse der Schulen, ihre Motivation und Eigeninitiative sollen dabei eine wichtige Rolle spielen“, so der IV-Präsident.

Trotz der positiven Signale erinnerte Kapsch an die Notwendigkeit grundlegender inhaltlicher Reformschritte: „Ganztagsschule, Autonomie und auch der Chancenindex sind wichtige Schritte einer notwendigen Reformoffensive. Wir dürfen aber die Elementarbildung nicht vergessen, hier braucht es vor allem die Finanzierung eines zweiten Kindergartenjahres. Und unser wichtigstes Ziel bleibt die Reform der Pflichtschulzeit. Dazu müssen wir Bildungsziele definieren, über neue Inhalte nachdenken, Begabte mehr fördern und gleichzeitig die soziale Selektion verringern, auch angesichts der Herausforderung Integration“, so Kapsch abschließend.

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