SOS-Kinderdorf Damaskus von Mörsergranaten getroffen

Keine Meldungen über Verletzte – 156 Kinder und 46 MitarbeiterInnen evakuiert

Innsbruck/Wien/Damaskus/Aleppo (OTS) - Infolge zunehmender Kampfhandlungen in Damaskus wurde das SOS-Kinderdorf vor Ort gestern, Dienstag, 27. September 2016, von zwei Mörsergranaten getroffen. „Alle 156 Kinder und 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SOS-Kinderdorfs sind physisch unversehrt geblieben und wurden evakuiert“, berichtet Alia Al-Dalli, Direktorin der SOS-Kinderdörfer im Nahen Osten und Nordafrika. „Wir tun alles, was in unseren Möglichkeiten steht, um die Sicherheit der Kinder und unserer Kollegen zu gewährleisten.“

Appell an alle Konfliktparteien: Sicherheit für Helfer und Hilfstransporte!

SOS-Kinderdorf appelliert an alle Konfliktparteien in Syrien und an die Weltgemeinschaft, diese Gewalt zu beenden, sich rasch für eine neue Waffenruhe und sichere Hilfstransporte einzusetzen. „Der Zusammenbruch der Waffenruhe hat zu einer Eskalation der Gewalt geführt, von deren Auswirkungen Frauen und Kinder ganz besonders betroffen sind“, sagt Alia Al-Dalli.

„Wir werden trotz der schwierigen Lage unsere humanitäre Hilfe fortsetzen und geflohene, schutzlose Kinder und Familien weiter mit lebenswichtigen Gütern und medizinischer Hilfe versorgen“, bekräftigt Al-Dalli. „Es ist großartig, mit welchem Engagement unsere Mitarbeiterinnen unter diesen Bedingungen Hilfe leisten."

Aleppo: Wasser, Nahrung und medizinische Hilfe für Tausende Kinder und Familien

In und um Aleppo versorgt SOS-Kinderdorf in Zusammenarbeit mit dem Syrien Arab Red Crescent (SARC) täglich bis zu 2.500 Familien (ca. 12.000 Personen) mit einer warmen Mahlzeit. Zusätzlich wurden 1.000 Essenspakete mit Lebensmitteln für eine Familie für ein Monat bereitgestellt. 380 Familien (rund 2.000 Personen) erhalten jeden Tag Trinkwasser. Mit Speichertanks und Lieferwägen möchte SOS-Kinderdorf die Trinkwasserversorgung auf 7.000 Menschen ausdehnen.

Im SOS-Team für Aleppo ist derzeit ein Mediziner im Einsatz, SOS-Kinderdorf plant noch zwei Ärzte hinzuzuziehen. Bislang wurden 300 Kinder ärztlich betreut und mit Medikamenten versorgt. Vier Kinder wurden in sehr kritischem Zustand in andere medizinische Einrichtungen überführt und ein Kind mit einem Rollstuhl ausgestattet. Für Schwangere und Frauen mit Säuglingen wurden Baby-Pakete (Säuglingsmilch, Windeln, Decken, Kleidung) verteilt und an Familien 1.100 Hygienepakete mit einem Monatsvorrat an Seife, Zahnpasta, Waschpulver.

SOS-Kinderdorf ist seit 30 Jahren in Syrien tätig und wird seine Arbeit fortsetzen. Die Hilfe für die vom Krieg schwer getroffene Bevölkerung, darunter Millionen Menschen auf der Flucht und so viele schwer traumatisierte Kinder, wird einen langen Atem brauchen - und die tatkräftige Hilfe der internationalen SOS-Kinderdorf-Gemeinschaft. Daher bittet SOS-Kinderdorf in Österreich die Menschen um ihre Unterstützung!

Infos/Spenden: www.sos-kinderdorf.at/hilfe-vor-ort

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