Israelitische Kultusgemeinde trauert um Schimon Peres

"Die Welt hat einen Friedensvisionär verloren"

Wien (OTS) - "Wenn man Feinde im Leben hat, sollte man versuchen, sie zu Freunden zu machen" - ein Leitspruch, an dessen Verwirklichung Schimon Peres sein Leben lang konsequent, mit Tatkraft und unerschütterlichem Optimismus gearbeitet hat. Seine Bemühungen um Frieden, insbesondere seine Verdienste im Oslo-Friedensprozess, fanden in der Verleihung des Friedensnobelpreises internationale Anerkennung.

Als Politiker und Staatsmann war Schimon Peres ein Brückenbauer innerhalb Israels. In seinen Bemühungen um Frieden, soziale Gerechtigkeit und seinen Kampf gegen Rassismus, war ihm die Jugend immer ein besonderes Herzensanliegen. Schimon Peres konnte auf ein über 70 Jahre währendes Politikerleben mit zahlreichen Funktionen in verschiedenen Regierungen, als Außen-, Verteidigungs- und Finanzminister, zweimal Premierminister und schließlich als Präsident des Staates Israel, zurückblicken. Seine große Erfahrung, sein Weitblick und diplomatisches Können gepaart mit Humor und Menschlichkeit, machten ihn für viele Persönlichkeiten der ganzen Welt zu einem hoch geschätzten Gesprächspartner.

Im März 2014 war Präsident Schimon Peres zu einem dreitägigen Besuch in Wien und kam auf Einladung der Israelitischen Kultusgemeinde zu einem Gespräch in das Dorotheum. Für die vielen Besucher aller Altersgruppen wurde die Begegnung mit dem großen Staatsmann zu einem unvergesslichen Erlebnis.

IKG-Präsident Oskar Deutsch würdigt den Staatsmann mit den Worten "mit Schimon Peres hat Israel den letzten Gründungsvater verloren, die Welt einen Visionär des Friedens und einen Menschen, der stets dem Optimismus den Vorzug gab. Seine Stimme hatte Gewicht in der internationalen Politik und seine Bestrebungen zu einem friedlichen Zusammenleben werden in die Zukunft wirken. Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Schimon Peres."

Oskar Deutsch
Präsident
Israelitische Kultusgemeinde Wien/
Israelitische Religionsgesellschaft

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