ESMO 2016: Merck stellt neue Forschungsergebnisse mit Focus auf schwer zu behandelnde Tumorarten vor

Wien (OTS) -

*) Präsentation zu zugelassenen Präparaten sowie Prüfsubstanzen *) Vorstellung vorläufiger Ergebnisse aus Avelumab-Kombinationsstudie zum Nierenzellkarzinom; und aktuelle Informationen zum Phase-II-Studienprogramm von Tepotinib bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom *) Bekanntgabe der Preisträger 2016 der „Grant for Oncology Innovation“- Auszeichnung im Rahmen der ESMO

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass auf der diesjährigen Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO; 7. – 11. Oktober 2016, Kopenhagen, Dänemark) Forschungsergebnisse zu zugelassenen Präparaten sowie Pipeline-Kandidaten des Unternehmens vorgestellt werden. Im Focus der Präsentationen stehen schwer zu behandelnde Tumorarten, dazu gehören: Studienergebnisse für Erbitux® (Cetuximab) bei metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (SCCHN); vorläufige Studienergebnisse bei Blasenkrebs und Nierenzellkarzinom (RCC) für Avelumab, das in Zusammenarbeit mit Pfizer entwickelt wird; und aktuelle Informationen zum Phase-II-Programm für Tepotinib* bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom(NSCLC).

„Die auf der ESMO vorgestellten Daten reflektieren unsere Bemühungen, einen echten Unterschied im Leben von Patienten zu bewirken, insbesondere für diejenigenigen, die an schwer behandelbaren Krebsarten erkrankt sind“, sagte Luciano Rossetti, Executive Vice President und globaler Leiter der Forschung und Entwicklung im Biopharma-Geschäft von Merck. „Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, das volle Potenzial von Erbitux zu erforschen, und unsere laufenden Entwicklungsprogramme für Avelumab und andere Onkologie- und Immuno-Onkologie-Wirkstoffe im Frühstadium weiterzuverfolgen.“

Auf dem Kongress werden zu Avelumab vier Poster vorgestellt, die zu der wachsenden Evidenz des Potenzials des Prüfpräparates beitragen. Diese umfassen Daten zu Blasenkrebs, die das Potenzial von Avelumab bei diesem schwer behandelbaren Karzinom bestätigen, sowie vorläufige Ergebnisse aus einer Kombinationsstudie mit Axitinib bei RCC, die die Rationale unterstützen, die Kombinationsbehandlung in einer zulassungsrelevanten Phase-III-Studie zu untersuchen. Tepotinib, ein hoch selektiver c-Met-Kinaseinhibitor, wird ebenfalls mit drei Postern vertreten sein, die aktuelle Informationen zum laufenden Studienprogramm bei c-Met-positivem, mestastasiertem NSCLC präsentieren.

Merck wird zudem verschiedene Studien vorstellen, die Erbitux erneut als Standardbehandlung für Patienten mit mCRC vom RAS-Wildtyp und für Patienten mit SCCHN bestätigen. Merck ist davon überzeugt, dass es entscheidend ist auch unabhängige Forschung zu unterstützen, um sein Innovationsversprechen für Patienten erfüllen zu können. Die „Grant for Oncology Innovation“–Auszeichnung ist ein Beispiel für das Engagement des Unternehmens. Mit dem Preis werden Forscher für ihre Forschungsprojekte, die Grenzen der Kreativität und der Wissenschaft verschieben, um bahnbrechende Innovationen hervorzubringen, ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet erneut im Rahmen der ESMO am Sonntag, dem 9. Oktober 2016, statt.

*Tepotinib ist der vorgeschlagene generische Wirkstoffname(International Nonproprietary Name, INN)für den Inhibitor der c-Met-Kinase (auch bekannt als MSC2156119J).

Avelumab und Tepotinib befinden sich in der klinischen Prüfung; für sie liegt kein Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit vor. Es gibt keine Garantie, dass ein Produkt in einer der untersuchten Indikationen bei einer der weltweiten Gesundheitsbehörden zugelassen wird.

Umfassende Informationen über Onkologie bei Merck sind hier abgelegt:
www.merckgroup.com/media-center-oncology.

Avelumab

Avelumab (auch bekannt als MSB0010718C) ist ein in der Prüfung befindlicher rein humaner Antikörper, der spezifisch an ein Protein bindet, das auf Tumoren zu finden ist: den programmierten Zelltod-Liganden 1 oder kurz PD-L1. Avelumab soll über einen zweifachen Wirkmechanismus verfügen, der das Immunsystem befähigen soll, Krebszellen aufzuspüren und anzugreifen. Durch die Bindung an PD-L1 soll Avelumab Tumorzellen daran hindern, selbst PD-L1 zu nutzen, um sich vor weißen Blutkörperchen wie den T-Zellen zu schützen, und sie dadurch dem Angriff durch Immunzellen aussetzen. Im Rahmen eines
als Antikörper-abhängige zelluläre Zytotoxizität oder kurz ADCC bekannten Prozess könnte Avelumab weiße Blutkörperchen wie die sogenannten natürlichen Killerzellen unterstützen, Tumoren zu finden und anzugreifen. Im November 2014 haben Merck und Pfizer ihre strategische Allianz zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Avelumab bekannt gegeben.

Erbitux®

Erbitux® ist ein hochwirksamer monoklonaler Antikörper vom Typ IgG1, der gezielt den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) blockiert. Als monoklonaler Antikörper unterscheidet sich Erbitux in seiner Wirkweise von nicht-selektiven Standardchemotherapien dadurch, dass er spezifisch an den EGFR bindet. Durch diese Bindung wird die Aktivierung des Rezeptors und das nachgeschaltete Signalleitungssystem gehemmt, wodurch sowohl die Invasion der Tumorzellen in gesundes Gewebe als auch die Ausbreitung der Tumoren in neue Körperregionen (Metastasierung) vermindert wird. Darüber hinaus wird angenommen, dass es die Fähigkeit der Tumorzellen, die durch Chemo- und Strahlentherapie verursachten Schäden zu reparieren, sowie die Ausbildung neuer Blutgefäße in den Tumoren hemmt, was zu einer generellen Unterdrückung des Tumorwachstums zu führen scheint.

Als häufigste Nebenwirkung tritt bei Behandlung mit Erbitux ein akneartiger Hautausschlag auf, der wiederum mit einem guten Ansprechen auf die Therapie zu korrelieren scheint. Bei etwa 5 Prozent aller Patienten können unter der Behandlung mit Erbitux® Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten; bei etwa der Hälfte handelt es sich um schwere Reaktionen.

Erbitux® ist in über 90 Ländern weltweit für die Behandlung von Kolorektalkarzinomen und Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses (SCCHN) zugelassen.

Merck hat die Vermarktungsrechte für Erbitux außerhalb der USA und Kanada 1998 in Lizenz von ImClone LLC, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Eli Lilly and Company, erworben. Merck hat sich dem Ziel der Förderung von Krebstherapien verschrieben und untersucht derzeit neuartige therapeutische Ansätze in hoch spezifischen Bereichen.

Tepotinib

Tepotinib (auch bekannt als MSC2156119J) ist ein in Prüfung befindlicher niedermolekularer Inhibitor des Tyrosinkinaserezeptors c-Met, der sowohl die Inhibition HGF (Hepatozyten-Wachstumsfaktor)-abhängiger als auch HGF-unabhängiger C-MET-Aktivierung in geringen nanomolaren Konzentarionen ermöglicht. Veränderungen bei den c-Met aktivierten Signalwegen finden sich in unterschiedlichen Krebsarten und korrelieren mit der Aggressivität eines Tumors und schlechter Prognose. Tepotinib wird derzeit in klinischen Prüfungen der Phase I/II untersucht.

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