Schule: Mölzer/Dieringer-Granza: FPÖ fordert steuerliche Absetzbarkeit für einen Teil der Ausbildungskosten

"Die Behauptung, die Anschaffung eines Laptops oder Computers sei nur für Laptopklassen verpflichtend, ist realitätsfremd. Dutzende Beispiele aus dem Schulalltag belegen das Gegenteil"

Wien (OTS) - "Der Schulanfang schlägt sich jährlich auf das Familienbudget nieder, wobei österreichische Eltern heuer offensichtlich besonders tief in die Tasche greifen mussten, was für viele eine enorme Belastung darstellt“, stellen der freiheitliche Abgeordnete zum Nationalrat Wendelin Mölzer und die Vizepräsidentin des Landesschulrates für Kärnten Elisabeth Dieringer-Granza fest. „Die Belastungen für die heimischen Familien werden immer größer, während für Integrationsmaßnahmen der Budgettopf prall gefüllt zu sein scheint", so Mölzer weiter.

Einer Studie der AK zufolge belaufen sich die Durchschnittskosten für Schüler auf 1.170 Euro pro Jahr, was eine enorme Summe in Hinblick auf das durchschnittliche Einkommen heimischer Familien darstelle. Dieringer-Granza kritisiert außerdem die realitätsfremde Aussage des Bildungsministeriums, wonach die Anschaffung eines Laptops oder Computers nur für Laptopklassen verpflichtend sei. „Dutzende Beispiele aus dem Schulalltag belegen das Gegenteil, da beinahe jedes Schulbuch mit einer CD ausgestattet ist, die von Schülern für das elektronische Verfassen sowie die Abgabe von Hausarbeiten oder Referaten zu verwenden ist“, so die Vizepräsidentin des Landesschulrates für Kärnten. Der Aufschrei der Eltern, die hohe Kosten befürchten müssen, sei in Wahrheit ein Hilfeschrei, erklärte Mölzer.

Mölzer fordert daher die steuerliche Absetzbarkeit eines Teils der Ausbildungskosten, die eine Entlastung der elterlichen Geldbörsen zur Folge hätte: „Könnte die Anschaffung teurer Hilfsmittel im Bereich EDV, Arbeitskleidung sowie schulisches Werkzeug steuerlich abgesetzt werden, würden damit die Ausbildungskosten erheblich gesenkt und den Eltern die Möglichkeit gegeben werden, die zusätzlichen Kosten während des Schuljahres, die aufgrund von Schulreisen oder Ausflügen entstehen, leichter finanzieren zu können“, so Mölzer, der außerdem auf die steigenden Kosten für etwaige Nachhilfestunden hinweist.

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