WGKK-Obfrau Reischl: Ärztekammer soll Blockade-Haltung aufgeben

Ohne Gespräche wird man die Probleme nicht lösen können

Wien (OTS) - Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), teilt die Kritik von Wiens Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely an der Wiener Ärztekammer in Bezug auf deren Blockade-Haltung. „Die Liste mit den Dingen, die die Ärztekammer verhindert, ist lang“, betont Reischl und führt dabei an erster Stelle die Umsetzung der Primärversorgung an. „Nach wie vor gibt es nur ein Primärversorgungszentrum, weil die Ärztekammer weitere Zentren in Wien verhindert, in dem sie die Umsetzung mit interessierten Ärztinnen und Ärzten blockiert." Für die Patientinnen und Patienten hat das zur Folge, dass sie auf erweiterte Öffnungszeiten verzichten müssen und sie darüber hinaus auch keine erweiterte Betreuung durch andere Gesundheitsberufe haben.

In diesem Zusammenhang weist Reischl auch darauf hin, dass die Ärztekammer jeglichen Vorstoß zur Etablierung von ambulanter Versorgung, die nicht durch die Ärztekammer organisiert wird, verhindert.

Auch gibt es Widerstand, die Ordinationsöffnungszeiten so zu gestalten, dass sie auch für berufstätige Personen attraktiv sind. Weiters gibt es eine Blockade ein modernes Honorierungssystem, basierend auf Pauschalen und dem Fokus auf Gesprächsmedizin, auf die Beine zu stellen. Dafür müsste es aber auch – im Sinne der Patientinnen und Patienten – eine, wie international üblich, unabhängige und ausgeprägte Qualitätssicherung geben.

„Ein Gipfeltreffen alleine wird nicht reichen, um die Probleme zu lösen. Die Ideologie der Ärztekammer ist festgefahren“, so die WGKK-Obfrau, die hinzufügt, dass ohnehin laufend Gespräche mit der Ärztekammer geführt werden. „Anstatt einen Gipfel zu fordern wäre es wichtig, dass die Ärztekammer nicht nur das standespolitische Interesse ihres privilegierten Klientels verfolgt, sondern im Sinne der Patientinnen und Patienten und auch vieler junger sowie angehender Ärztinnen und Ärzte auf die konstruktiven Vorschläge der Stadt und der WGKK eingeht“, so Reischl abschließend.

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