Metaller-KV: Gewerkschaften fordern drei Prozent mehr Lohn- und Gehalt

Forderungsprogramm unter anderem mit Freizeitoption und voller Anrechnung von Karenzzeiten

Wien (OTS/ÖGB) - Die Herbstlohnrunde wurde erstmals mit einer konkreten Lohn- und Gehaltsforderung gestartet. Das Verhandlungsteam der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp übergab heute, am 26. September, in der Wirtschaftskammer Österreich das Forderungsprogramm für die Kollektivvertragsverhandlungen Metallindustrie an alle Arbeitgeberverbände. Die Gewerkschaften fordern für die rund 180.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Mindest- und IST-Löhne bzw. -Gehälter von drei Prozent. Besonders berücksichtigt werden sollen dabei die niedrigen Lohn- und Gehaltsgruppen. "Die wirtschaftliche Situation ist sehr solide, die Produktivität in der Sachgütererzeugung steigt und die Unternehmen konnten die Gewinne erhöhen", begründen die beiden Verhandlungsleiter Rainer Wimmer (PRO-GE) und Rudi Wagner (GPA-djp) die Forderung.

Die Stundenproduktivität in der Sachgütererzeugung legt laut Wifo im Jahr 2016 um 2,1 Prozent zu. Die für die Verhandlung relevante Inflationsrate liegt bei 0,7 Prozent. Geltungstermin für den neuen Kollektivvertrag ist der 1. November 2016.

Neben den Entgelterhöhungen fordern die Gewerkschaften und BetriebsrätInnen die erneute Ermöglichung der Freizeitoption, bei der anstelle der IST-Erhöhung Anspruch auf zusätzliche Freizeit erworben wird. Jubiläumsgelder sollen zudem auch in Freizeit umgewandelt werden können.

Die Fahrtkosten der Lehrlinge zum Berufsschulinternat sollen gänzlich vom Unternehmen übernommen werden.

Im Rahmen einer fachlichen Weiterbildung soll es für Beschäftigte Verbesserungen bei den bezahlten Prüfungsvorbereitungszeiten geben.

Die Gewerkschaften fordern außerdem einen Rechtsanspruch und Kündigungsschutz für den Familienzeitbonus (Papamonat). Weiters sollen die Karenzen und der Familienzeitbonus für alle dienstzeitabhängigen Ansprüche voll angerechnet werden.

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