Steirische Bezirkshauptleute zu Besuch bei Wiener Landesamtsdirektor

Delegation besucht Magistratisches Bezirksamt 1/8 zum Erfahrungsaustausch

Wien (OTS/RK) - Anlässlich des Wien-Besuchs der steirischen Bezirkshauptleute unter Leitung des Landesamtsdirektors der Steiermark, Helmut Hirt, stand am Freitag, dem 23.September, ein Treffen mit dem Wiener Landesamtsdirektor und Magistratsdirektor, Erich Hechtner, im Magistratischen Bezirksamt 1/8 (MBA 1/8) auf dem Programm.

Wie handhaben die Wiener Magistratischen Bezirksämter Gewerbeverfahren und Betriebsanlagengenehmigungen, wo gibt’s dabei die größten Herausforderungen, wieviel kann online abgewickelt werden und wo sollten Änderungen zur Vereinfachung ins Auge gefasst werden, waren die vorrangigen Interessensgebiete, die die 14-köpfige Delegation anlässlich des Besuchs im MBA 1/8 beschäftigten. Im Rahmen einer zweistündigen Arbeitssitzung tauschten sich Landesamtsdirektor Hechtner mit seinem Amtskollegen aus der Steiermark und den Bezirkshauptleuten der Steiermark aus. Erweitert wurde die Runde fachlich durch das Team von Emmerich Keri, Leiter der Magistratischen Bezirksämter in der Magistratsdirektion, sowie das Team der neuen Bezirksamtsleiterin des MBA 1/8 in Eva Schantl-Wurz zu diesen Themenfeldern aus.

„Unsere Magistratischen Bezirksämter sind nicht nur eine ganz zentrale Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung und der Wiener Bevölkerung, sondern auch in der Außenwirkung die Visitenkarte der Wiener Stadtverwaltung“, sagte Magistratsdirektor Hechtner anlässlich seiner Begrüßung.

„1,3 Millionen Geschäftsfälle und insgesamt rund 4,5 Millionen KundInnenkontakte im Jahr zeugen von einer hohen Frequenz für die MitarbeiterInnen in den 18 MBAs.“ Zu den Geschäftsfällen komme aber auch noch das „Tagesgeschäft“ oder die Kontaktaufnahme der Bevölkerung – telefonisch, digital oder persönlich. „Wer mit einem Amt Kontakt aufnimmt, hat grundsätzlich ein Anliegen, das er so schnell wie möglich und professionell erledigen möchte“, so Hechtner, die Erfahrung zeige aber auch, dass es sich beim Großteil der Anliegen um keine reinen „Routinefälle“ handle.
Seitens der Bezirkshauptleute und des Landesamtsdirektors der Steiermark wurde festgestellt, dass die Planungskompetenz der einreichenden Parteien eher abnehme. Man verwende deshalb viel Zeit dafür, Unterlagen zu vervollständigen. Dieses Problem gebe es auch in Wien, so Hechtner, der hier auf die Rolle der Interessensvertretungen hinwies, die angesichts der aktuellen Situation noch stärker gefordert seien. Denn das größte Hindernis in einem Verfahren seien mangelhafte Unterlagen der Projektantragsteller. „Rund 75 Prozent der eingereichten Projekte können nicht behandelt werden, da die Unterlagen unvollständig sind“, so Hechtner.

Neben Verfahrensvereinfachungen generell, nannte man für die Steiermark die Bewältigung der Nachbearbeitung von Umweltkatastrophen (Hagel), die Mindestsicherung sowie die Wiederholung der Bundespräsidentenwahlen als die aktuell größten Herausforderungen für die BehördenvertreterInnen. Abschließend wurde betont „den spannenden Austausch“ mit Wien fortsetzen zu wollen.

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Andrea Leitner
Magistratsdirektion
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