Leben ohne Zukunft?

Der Angelman Verein möchte eine lebenslange, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung für Betroffene des Syndroms schaffen.

Wien (OTS) - Jeder einzelne von uns versucht täglich sein Bestes zu geben, um sich selbst eine wunderbare Zukunft zu schaffen.
Wenn man sich für Kinder entscheidet, ist man dafür verantwortlich Ihnen den rechten Weg zu weisen, sie zu erziehen und ihnen die Werte des Lebens zu vermitteln. Und irgendwann in der Zukunft, wenn die Zeit reif ist, lassen wir unsere Kinder ziehen. Sie sind bereit Eigenverantwortung für ihr Leben zu tragen, eine Familie zu gründen und für sich selbst zu sorgen. Ein Schritt der enorm wichtig ist und ein neuer Lebensabschnitt für die Eltern als auch für das Kind bedeutet.

Doch was geschieht, wenn man als Eltern weiß, dass genau dieser Abschnitt zur größten Herausforderung des eigenen Lebens wird?

Als Eltern eines schwer behinderten Sohnes wissen wir, dass unser Kind niemals eigenständig leben können wird. Er ist sein gesamtes Leben auf Unterstützung im Alltag angewiesen und dies bedeutet, dass er jede Sekunde von jemanden begleitet werden muss. Wir würden ihn am liebsten bis ans Ende unserer Tage pflegen, weil nur wir ihn am besten kennen und nur wir wissen, was er sagen möchte. Nur wir merken, wenn er Schmerzen hat und nur wir als Eltern für ihn sprechen können. Doch trotzdem haben wir nicht das Recht in diesem Punkt egoistisch zu sein. Viel mehr geht es darum die beste Situation für uns alle zu schaffen. Unser Kind hat es genauso verdient soziale Kontakte zu knüpfen, Abenteuer zu erleben und etwas Eigenständigkeit zu entwickeln. Deshalb ist uns schweren Herzens klar geworden, ihn im Erwachsenenalter ebenso ziehen lassen zu müssen.

Es ist ein riesengroßer Schicksalsschlag, wenn man ein behindertes Kind bekommt. Irgendwann lernt man jedoch damit zu leben, die Behinderung und die dadurch entstandenen Folgen zu akzeptieren. Dennoch begleitet einen täglich die Angst in die Zukunft zu blicken. Das Wichtigste für Familien eines behinderten Kindes ist, die Sicherheit zu haben, sein Kind an einem behüteten Ort zu wissen, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist.

Und als würde diese Entscheidung nicht schon schwierig genug sein, werden wir Eltern gleich vor die nächste Hürde gestellt: Die Chance auf einen Wohnplatz in Österreich ist sehr gering und dabei ist noch nicht einmal von einem guten Platz, den man vielleicht passend findet, die Rede. Es kommt zu jahrelangen Wartezeiten. Meist ist es Zeit die nicht mehr vorhanden ist, weil sich viele Familien zu spät zu diesem unglaublich schwierigen Schritt durchgerungen haben.

Im Jahr 2014 beschlossen wir, der Angelman Verein Österreich, selbst tätig zu werden. So entstand unser bis jetzt größtes Projekt, das uns als betroffene Eltern, ganz besonders am Herzen liegt.

Wir wollen eine lebenslange, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Betreuung für Betroffene des Angelman Syndroms und anderen Beeinträchtigungen schaffen.

Ein Projekt, das wir in spätestens 10 Jahren in die Tat umsetzen möchten. Wir sind voller Zuversicht, dass unser Vorhaben gelingt, doch dazu brauchen wir Unterstützung vieler anderer Menschen.

Der Angelman Verein Österreich hat sich nun entschieden seinen Unterstützern auch etwas zurückzugeben. So wurde die Spendenaktion „Machen Sie aus einem Ziegel, einen heißen Ofen“ ins Leben gerufen. Ab einem Spendenbetrag von EUR 100,00 haben Sie die Chance, nach 1000 Spendeneingängen, einen VW Tiguan zu gewinnen. Jeder Unterstützer wird rechtzeitig über die Verlosung unter notarieller Aufsicht im Zuge einer Benefizveranstaltung informiert.

Nähere Informationen zu unserer Benefizaktion finden Sie auf www.angelman.at.

Helfen Sie mit und sichern Sie Betroffenen eine sorgenfreie Zukunft!

Rückfragen & Kontakt:

ANGELMAN VEREIN ÖSTERREICH
Obfrau Yvonne Otzelberger
Marokkanergasse 21/11, 1030 Wien
Mail: info@angelman.at
Tel: +43/699/11181234

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