Autoren und Journalisten lehnen Entwurf des EU-Leistungsschutzrechts ab

Das Urheberrecht ist nicht geeignet, Verlage zu finanzieren – Gemeinsame Stellungnahme von IG Autorinnen Autoren und ÖJC

Wien (OTS) - Als ein völlig ungeeignetes Mittel, Presseverlage mit Geldern aus dem von AutorInnen und JournalistInnen stammenden Urheberrecht zu finanzieren, bezeichnen der Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren Gerhard Ruiss und der Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs (ÖJC) Fred Turnheim, die Pläne von EU-Kommissar Günther Oettinger, das umstrittene Leistungsschutzrecht einzuführen.

„Der hier zu bezahlende Content wird ausschließlich von AutorInnen und JournalistInnen erzeugt und nicht von den Verlagen, die sich nach jahrelangem Lobbyieren in Brüssel nun durchsetzen konnten“, sind sich Turnheim und Ruiss einig: „Hier wird nicht das Urheberrecht geschützt, sondern ausschließlich die Geldbörse der Verlage.“ Denn, es findet sich kein einziges Wort über eine Beteiligung der UrheberInnen im EU-Leistungsschutzrechtsentwurf.

Die schwammig formulierten Regeln lassen zudem eine Umsetzung kaum möglich erscheinen.

Die IG Autorinnen Autoren und der ÖJC lehnen daher das Leistungsschutzrecht à la Oettinger ab und rufen alle EU-Abgeordneten auf, dem Kommissionsentwurf nicht zuzustimmen.

„Oettinger mag sich in Fragen der Digitalwirtschaft auskennen, als Urheberrechtsexperte und Medienfachmann ist er jedenfalls denkbar ungeeignet“, sind Ruiss und Turnheim abschließend einer Meinung.

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