„Die Wittelsbacher “ – Teil 3 des „Universum History“-Dreiteilers „Königliche Dynastien“ am 23. September in ORF 2

Danach: Prominent besetztes Porträt des bayrischen Märchenkönigs Ludwig II.

Wien (OTS) - Viele Mythen ranken sich um die Dynastie der Wittelsbacher, ihre Könige beflügeln noch heute die Fantasie der Menschen – der kulturbeflissene König Ludwig I., der wegen seiner Affäre mit Lola Montez den Thron verlor, Märchenkönig Ludwig II., dessen Tod heute noch Rätsel aufgibt, und Bürgerkönig Ludwig III., der zum Totengräber der bayrischen Monarchie wurde. Sie errichteten prächtige Schlösser und schufen unvergängliche Kunstwerke. Mehr als sieben Jahrhunderte lang regierten die Wittelsbacher in Bayern, verloren am Ende die Krone und fühlen sich dennoch noch immer verantwortlich für ihre Heimat. „Universum History“ reflektiert in der Dokumentation „Königliche Dynastien – Die Wittelsbacher“ von Annette von der Heyde am Freitag, dem 23. September 2016, um 22.45 Uhr in ORF 2 in aufwendigen Spielszenen die Lebenssituationen der einst mächtigen Regenten.

Um 23.30 Uhr folgt der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Spielfilm „Ludwig II.“ von Marie Noelle und Peter Sehr, ein Porträt des klischeebeladenen bayrischen Märchenkönigs mit Sabin Tambrea als Ludwig und Hannah Herzsprung als Kaiserin Elisabeth. In weiteren Rollen agieren Peter Simonischek, Gedeon Burkhard, Tom Schilling, Edgar Selge, Uwe Ochsenknecht und August Schmölzer.

Er gründete Städte wie Ludwigshafen, errichtete Klöster und spendierte der Universität von München einen Prachtbau: Ludwig I. „Sie sind eine außergewöhnliche Frau“, soll er zur irischen Tänzerin Lola Montez gesagt haben. Er war damals 61 Jahre alt, die 25-jährige Tänzerin Lola Montez wurde seine Mätresse – und sein Untergang. Bei der Bevölkerung unbeliebt, entwickelte sich die Liaison zur Staatsaffäre, Ludwig I. musste 1848 abdanken.

Zwei Herrschergenerationen später sorgte Ludwig II. für den nächsten politischen Skandal. Im Alter von nur 40 Jahren war er übergewichtig und krank, sein Königreich hochverschuldet. Die Baukosten für seine visionären Projekte waren explodiert, seine Minister fürchteten um ihre Posten und ließen ihn entmündigen. Weil Ludwigs Bruder Otto zwar König wurde, aber als unheilbar geisteskrank galt, übernahm sein Onkel Luitpold die Regierungsgeschäfte. Erst 1913 bekam Bayern wieder einen „richtigen“ König – Ludwig III. Er schaffte nur fünf Amtsjahre:
Mit seiner Absetzung 1918 endete die mehr als 700 Jahre lange Herrschaft der Wittelsbacher.

Im Film gewähren Familienmitglieder persönliche Blicke hinter die historischen Kulissen, Expertinnen und Experten beleuchten Höhen und Tiefen der Dynastie, die zu einem der ältesten europäischen Adelshäuser zählt. Franz Herzog von Bayern, seit 1996 Chef des Hauses Wittelsbach, erzählt vom Umgang der Familie mit ihrer wechselvollen Geschichte. Wäre Bayern heute noch eine Monarchie, säße er am Thron, denn auf ihre Thronrechte haben die Wittelsbacher nie verzichtet. Der Kunstliebhaber und Mäzen erlebte als Elfjähriger während des „Dritten Reichs“ Gewalt und Todesangst in den Konzentrationslagern Sachsenhausen, Flossenbürg und Dachau, wohin die Nazis ihn und seine Familie verschleppt hatten. 2014 war der Wittelsbacher, der in direkter Linie auch von den Stuarts abstammt, als King Francis II. im Gespräch – als Anwärter auf den schottischen Thron. Als „charmantes historisches Kuriosum“ lehnte Herzog Franz dieses Ansinnen freundlich ab.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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