Laki: Gesundheitswesen wird in Österreich unfinanzierbar

NÖ Landtagsvorschau: Landeskliniken Holding – oder „das Totengrab für den Steuerzahler“

St. Pölten (OTS) - Wie der Abgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, heute ausführt, werden bei der kommenden NÖ Landtagssitzung nahezu alle Fraktionen die „herausragenden“ Leistungen der 27 Krankenhausstandorte und die enormen Anstrengungen der Krankenhausholding zu Einsparungen loben. Nicht dazu gesagt werden wird, dass diese „Stimmenkaufkosten“ schon längst unfinanzierbar geworden sind. In Wahrheit gilt nämlich, so Laki:
„Koste was es wolle, es wird eh vom Steuerzahler gedeckt.“

Dazu führt der Landtagsabgeordnete im Detail aus:

(1.) Die Gesundheitskosten sind innerhalb der letzten 20 Jahre von 8,5% des BIP auf 11,5% des BIP gestiegen. Alleine dieser Anstieg beträg pro Jahr über 10 Milliarden Euro. Auf 20 Jahre gerechnet sind das über 100 Milliarden, die wir nicht haben. Von den 300 Milliarden Staatsschulden wurden rund 1/3 von der Misswirtschaft im Gesundheitsbereich verursacht.

900 Millionen Euro jährliches Einsparungspotential in NÖ

(2.) Die OECD sagt, dass im Spitalsbereich, verglichen mit dem Durchschnitt der OECD Länder, österreichweit rund 4,9 Milliarden pro Jahr Einsparungspotential vorhanden ist. Das sind auf Niederösterreich heruntergebrochen über 900 Millionen Euro.

Land zahlt wenig, Löwenanteil tragen Bund und SV-Träger

(3.) Niederösterreich gibt zwar Milliarden für den Gesundheitsbereich aus, zahlt selbst aber nur rund 150 Millionen pro Jahr selbst. Der Rest geht vorwiegend auf Kosten des Bundes und der Sozialversicherungsträger, die dann wiederum den Bürger über Steuern und Sozialversicherungsbeiträge „aussackeln“ und darüber hinaus die Jugend mit Schulden belasten.

(4.) Wer kassiert den exorbitant schnell wachsenden Anteil von unserer Volkswirtschaft? Es sind die Pharmaindustrie und die Ärzteschaft!

NÖ hat mehr als genug Ärzte

(5.) Die Ärztekammer redet uns immer ein, wir haben zu wenig Ärzte, die noch dazu zu wenig verdienen. Das Gegenteil ist der Fall! Die Arztpraxen haben sich in den vergangenen 20 Jahren „wie Schwammerl“ vermehrt. Die Kassenärzte sind in Niederösterreich von rund 1.500 auf rund 1.800 gewachsen und darüber hinaus haben sich die Wahlarztpraxen vervierfacht, von rund 500 auf rund 2.000. In Summe haben sich die Arztpraxen in Niederösterreich im genannten Zeitraum verdoppelt. Offensichtlich handelt es sich um ein „gutes Geschäft“.

(6.) Die Gesundheitsausgaben in Österreich liegen bereits bei rund 37 Milliarden pro Jahr. Davon betragen die privaten Kosten, vorwiegend für die Wahlärzte, inzwischen unglaubliche 9 Milliarden!

(7.) In Wahrheit müsste der Steuerzahler gegen dieses unfinanzierbar gewordene System demonstrieren und nicht – wie erst jüngst erlebt – die Ärzteschaft!

„Für die extrem hohe Besteuerung der Bevölkerung und für die enorm hohen Sozialversicherungsbeiträge sind zu einem erheblichen Teil die Gesundheitsausgaben verantwortlich. In Wahrheit braucht das System dringend eine „Notärztliche Versorgung in der Intensivstation“. Eine Lobhudelei auf das Gesundheitssystem ist daher unangebracht“, kritisiert Laki in einer Vorschau auf die Sitzung des NÖ Landtages am kommenden Donnerstag.

Rückfragen & Kontakt:

Team Stronach f. NÖ
Walter Rettenmoser
Kommunikation
+43 664 156 52 14
walter.rettenmoser@teamstronach.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSN0001