Energie- und Klimastrategie: Wirtschaftspolitik und Energiewende müssen nicht im Widerspruch stehen

WKÖ-Schwarzer: Beschäftigungs- und Standortpolitik und Energie- und Klimapolitik sollen einander verstärken, nicht behindern

Wien (OTS) - Bis gestern, 18. September, konnte sich jeder Interessierte an der Online-Konsultation zum Grünbuch für eine österreichische integrierte Energie- und Klimastrategie beteiligen. Nun endet der Konsultationsprozess nach knapp 3 Monaten Konsultationsphase.

Eine aktive nationale Energie- und Klimapolitik muss im Einklang stehen mit einer aktiven Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik – das hat die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in ihrem Input dazu bekräftigt.
Jetzt ist es wichtig, dass die Ergebnisse objektiv und unter Betrachtung des im Grünbuch vorgegebenen Zielquartetts Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Leistbarkeit analysiert und aufbereitet werden.

„Im Sinne des Zielquartetts muss für alle Stakeholder gelten, dass auf Extrempositionen verzichtet und konstruktiv an der österreichischen Energie- und Klimazukunft gearbeitet wird“, so Stephan Schwarzer, Leiter der umwelt- und energiepolitischen Abteilung der WKÖ. Für die WKÖ ist eine prosperierende Wirtschaft wesentlich, um aktiv und glaubwürdig Klimaschutz zu betreiben und gleichzeitig den Standort aufzuwerten. „Alles andere könnte zum Eigentor für ökologische Zielsetzungen werden, da abgewanderte Betriebe an ihren neuen Standorten mehr Treibhausgase emittieren als an den energietechnisch bereits optimierten Standorten in Österreich “, warnt Schwarzer.

Der Prozess zur Erstellung der integrierten Energie- und Klimastrategie umfasst noch weitere Elemente, wie beispielsweise Expertenarbeitsgruppen, die vergangene Woche ihre Arbeit aufgenommen haben. Den Rahmen bilden die EU-Klima- und Energieziele 2030 und das Klimaschutzabkommen von Paris.

„Im gesamten Prozess gilt es daher immer den europäischen und globalen Kontext im Auge zu behalten. Dekarbonisierung kann nur gelingen, wenn alle wichtigen Wirtschaftsräume an einem Strang ziehen“, so Schwarzer.

Ergebnis soll eine ganzheitliche Strategie sein, die einerseits den energie- und klimapolitischen Vorgaben bzw. Zielen gerecht wird und andererseits die Wirtschaft stärkt und Beschäftigung schafft. „Diese Liaison muss gelingen, dann werden auch außereuropäische Länder den Vorreitern folgen.“(PWK667/PM)

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WKÖ – Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
Dr. Stephan Schwarzer
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