Kettner: Abschaffung der Flugabgabe bedeutet Stärkung des Tourismus

Wien (OTS/RK) - Die von der Tourismuswirtschaft oftmals geforderte Abschaffung der Flugabgabe scheint in greifbare Nähe gerückt. Tourismusdirektor Norbert Kettner erkennt darin Chancen für den heimischen Tourismus und eine Korrektur von Wettbewerbsverzerrungen.

Fluglinien und Tourismuswirtschaft führen seit Jahren ins Treffen, dass aus der Flugabgabe lukrierte Einnahmen in keinem Verhältnis zu jenen zusätzlichen Erträgen stünden, die der Standort Wien lukrieren könnte, würde sie abgeschafft. Der jüngste Anlauf der Bundesregierung lässt eine gesamte Branche hoffen. „Im Zeitalter der Städte ist Erreichbarkeit der Schlüssel zum wirtschaftlichen und touristischen Erfolg, und im Konkurrenzkampf der Destinationen wiegt ein solcher Wettbewerbsnachteil schwer. Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass die Ticketsteuer, die auch in anderen europäischen Ländern wieder abgeschafft wurde, auch in Österreich bald der Vergangenheit angehören könnte. Faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Kontext würden den heimischen Tourismus und den Flugverkehrsstandort Wien und Österreich beflügeln“, erklärt Kettner.

1 Million Flugpassagiere mehr ohne Ticketsteuer

Gemäß der Studie von Steer Davies Gleave „The Austrian Aviation Sector in the Context of the Business Location Austria“, die 2013 im Auftrag des BMVIT durchgeführt wurde, stellt die Flugabgabe einen erheblichen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Hubs wie zum Beispiel Zürich dar. Aus einer Studie des Oxford Economics Institutes (2012) geht hervor, dass der heimischen Luftverkehrswirtschaft durch die Flugabgabe etwa 1,1 Millionen Passagiere pro Jahr entgehen, was einem BIP-Beitrag von rund 230 Millionen Euro entspricht. Airports, die keinen vergleichbaren Beschränkungen unterliegen, können folglich viel stärker vom weltweiten Verkehrswachstum profitieren. Die Flugabgabe wirkt außerdem kontraproduktiv auf die Umsetzung eines zentralen Ziels der Tourismusstrategie Wien 2020. Kettner: „Wien strebt bis 2020 Direktflugverbindungen mit 20 zusätzlichen Großstädten in aller Welt an, als essenzielle Voraussetzung für die Erreichung der beiden anderen Ziele – die Steigerung der Nächtigungen um 40% und die Erhöhung des Nettonächtigungsumsatzes der Hotellerie um 60%. Mit dem Flughafen Wien verfolgen wir eine gemeinsame Wachstumsstrategie und wollen EntscheidungsträgerInnen von den Vorteilen Wiens als zentraleuropäischer Verkehrshub, Kongressmetropole und Reiseziel überzeugen – die Flugabgabe war in diesem Zusammenhang bislang ein Hemmschuh, von dem wir uns gerne verabschieden würden“.

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