Alte Stiftungen im neuen Gesellschaftsrecht

Herausforderungen und Nutzen

Wien (OTS) - Satzungen bestehender Stiftungen, die den Erfordernissen einer Gründungserklärung nach dem neuen Bundes-Stiftungs- und Fonds-Gesetz widersprechen, sind binnen 24 Monaten abzuändern.

„Die Auflage, Altstiftungen und –fonds ins neue Recht zu übertragen, bietet die Möglichkeit, Satzungen und Organe neu zu definieren“, erläutert Petra Navara, die Geschäftsführerin des Verbandes für gemeinnütziges Stiften. „Ein Prozess, der vielleicht unbequem ist, sich aber durchaus positiv auf die betroffenen Stiftungen auswirkt.“

Die Marshallplan Jubiläumsstiftung hat diesen Prozess bereits hinter sich. „Die neuen Rahmenbedingungen gaben uns die Gelegenheit, unsere bereits etablierte Corporate Governance Kultur weiter zu entwickeln“, reflektiert Markus Schweiger, Vorstand der Marshallplan Stiftung. “ Wir haben unsere Gremien adaptiert und basierend auf unserem Anspruch an eine moderne und transparente Corporate Governance, unser Kuratorium als freiwilliges Aufsichtsgremium im Sinne des Gesetzes eingerichtet“, erklärt Schweiger. „Die Stiftungs- und Fonds-Behörde hat sich in dieser Hinsicht als sehr konstruktiver und kompetenter Partner erwiesen.“

Andere Stiftungen sind gefordert, ein Mindestvermögen nachzuweisen, das nach dem alten Gesetz nicht vorgeschrieben war, oder die Definition des Stiftungszwecks nachzuschärfen. „In jedem Fall trägt die Anwendung des BStFG zu mehr Klarheit und Transparenz im Stiftungswesen bei“, ist Navara überzeugt.

Eine Vorabprüfung durch das Finanzamt entfällt bei der Übertragung von Altstiftungen und Altfonds in das neue Recht. Die Stiftungs- und Fonds-Behörde geht sinngemäß nach dem §10 BStFG 2015 vor und erteilt binnen 6 Wochen den Bescheid.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Petra Navara
petra.navara@gemeinnützig-stiften.at
0664 544 1090

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