Frischer Windstrom fürs Mühlviertel

Wie lange wird es noch Windräder in OÖ geben?

Vorderweißenbach (OTS) -

OÖ in Zukunft ohne Windenergie?

Obwohl der erste Österreichische Windpark in Eberschwang im Innviertel steht, wurde in den letzten 11 Jahre außer dem Windpark in Vorderweißenbach nur ein weiterer in Oberösterreich errichtet, jener in Munderfing. Dennoch soll die Windenergienutzung in Oberösterreich noch weiter erschwert werden. Derzeit wird über eine neue Abstandsregelung und über einen neuen Windmasterplan diskutiert.

Kommen die Abstände wie vorgesehen, wird es die Windenergienutzung in Oberösterreich bald nicht mehr geben. Nicht nur, dass keine neuen Anlagen gebaut werden können, sondern auch auf bestehenden Standorte könnten dann keine neuen Windräder mehr errichtet werden. „Das wäre eine absurde Regelung, stehen die OberösterreicherInnen und besonders die AnrainerInnen von Windrädern der Windenergienutzung doch sehr positiv gegenüber“, bemerkt Martin Fliegenschnee-Jaksch, Pressesprecher der IG Windkraft.

Auch Änderungen des Windmasterplanes machen einen Ausbau der Windenergie sehr schwer. „Leider ist die Windbranche in die Überarbeitung des Windmasterplanes gar nicht eingebunden“, stellt Fliegenschnee-Jaksch fest.

Klimaschutz sieht anders aus

Schaut man auf die Energiestatistik von Oberösterreich ist das Ergebnis erschreckend. Von 2009 bis 2014 (aktuellste Zahlen der Statistik Austria) ist der Nettostromimport um 25,6% gestiegen. Damit liegt Oberösterreich weit über dem österreichischen Durchschnitt und verbraucht in hohem Maße Atom- und Kohlestrom“, bemerkt Fliegenschnee-Jaksch. Ebenso ist der Stromverbrauch um 7,6% gestiegen. Der Anteil an erneuerbarer Energie am Stromverbrauch sogar um beinahe 5% gesunken. „Dass Österreich das Klimaschutzabkommen von Paris ratifiziert hat, ist in Oberösterreich offenbar noch nicht angekommen“, bemerkt Reichl und ergänzt: „Statt die Windenergienutzung in Oberösterreich abzuschaffen sollte sich die Landespolitik mit einer raschen Energiewende beschäftigen.“ „Eine moderne Energie- und Klimapolitik sieht anders aus“, bemerkt Fliegenschnee-Jaksch abschließend.

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Martin Fliegenschnee-Jaksch
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