„Thema“ am 20. September: Der Amokfahrer vor Gericht – Verarbeitungsprozess für die Opfer?

Außerdem: Leben retten durch Stammzellen und Dolores-Schmidinger-Porträt

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Dienstag, dem 20. September 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Der Amokfahrer vor Gericht – Verarbeitungsprozess für die Opfer?

Am 20. Juni 2015 rast ein 26-Jähriger mit einem Pkw mitten durch die belebte Fußgängerzone in der Grazer Innenstadt. Drei Menschen sterben, mehr als hundert werden verletzt und leiden bis heute unter den Folgen. Laut Gutachten war der Amokfahrer zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Die Opfer der Amokfahrt sind empört. Ihrer Ansicht nach hat Alen R. mit Absicht getötet. „Ich habe ihm ins Gesicht geschaut – er hat genau gewusst, was er tut. Er wollte möglichst viele Menschen töten“, so schildert eine Augenzeugin, die anonym bleiben möchte, ihre Erinnerung an diesen Tag. Die Opfer werden die schrecklichen Eindrücke nicht los: „Du wirst einfach jeden Tag daran erinnert, durch Geräusche oder wenn du ein Auto siehst, das so ähnlich ausschaut.“ Beim Prozess, der am Dienstag im Grazer Landesgericht beginnt, sind sie als Zeugen geladen. Welche Strategien verfolgen Anklage und Verteidigung? Und werden die Opfer nach dem Prozess einen Schlussstrich ziehen können? Rike Fochler und Martin Steiner berichten.

Leben retten durch Stammzellen – Spender gesucht

„Im letzten Sommer bin ich operiert worden, weil ich nicht mehr genug Luft gekriegt habe. Eine Herzpumpe hilft mir jetzt wieder zu atmen“, erzählt der zwölfjährige Lukas Bilgeri aus Vorarlberg. Von Geburt an ist er schwerkrank. Er kann keine roten Blutkörperchen bilden. Nur eine Stammzellenspende könnte Lukas’ Leben retten, doch weltweit wurde noch keine passende gefunden. Der Vorarlberger Verein „Geben für Leben“ kümmert sich um ihn und arbeitet mit bayerischen Kliniken zusammen. Denn das österreichische System der Stammzellenspende funktioniere nicht, kritisiert die Obfrau Susanne Marosch. Die alte Knochenmarkspendenzentrale in Wien wurde aufgelassen. Seit Februar 2015 werden die Spenden vom Gesundheitsministerium zentral verwaltet, aber nicht ausreichend finanziert. Ohne private Geldspenden kann das für viele lebensrettende System nicht erhalten werden, erzählen Experten im „Thema“-Interview. Ines Hergovits-Gasser und Christian Zechner recherchieren die Hintergründe und besuchen Betroffene, die es geschafft haben oder noch um ihr Leben kämpfen.

Dolores Schmidinger – zwischen Lachen und Weinen

Dolores Schmidinger, unverkennbar durch ihre Stimme und ihr Talent zum Skurrilen und Komischen, feiert am 21. September ihren 70. Geburtstag. Die Kabarettistin, Liedermacherin, Regisseurin und Autorin hat im Theater, im Kabarett und in Film und Fernsehen Erfolge gefeiert. Doch abseits der Bühne ist ihr alles andere als zum Lachen gewesen. Der Alkohol hat Dolores Schmidinger über viele Jahre vermeintlich Halt gegeben und ihre Ängste betäubt. „Der Alkohol war 1989 dominant in meinem Leben nebst Pillen und Bulimie. Das war mein zweiter Geburtstag, wie ich ihn endgültig lassen hab“, erinnert sich Dolores Schmidinger. Sie spricht offen über die Schattenseiten ihres Lebens: den Missbrauch durch ihren Vater, die Panikattacken und die Süchte, die sie überwunden hat. Heute mit 70 sei sie weiser und gelassener, sagt sie. Ein Porträt von Susanna Zaradic.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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