Rasinger warnt vor unsachgemäßer Medikamenteneinnahme – für weiteren Abbau der Chefarzt-Bewilligungen bei Schmerzmedikamenten

ÖVP-Gesundheitssprecher zum Tag der Patientensicherheit

Wien (OTS) - Bei gleichzeitiger Einnahme verschiedener Arzneimittel können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten oder die erwünschte pharmakologische Wirkung kann dadurch verstärkt, abgeschwächt oder aufgehoben werden. Die Zahl der täglich einzunehmenden Medikamente steigt mit dem Alter naturgemäß an, wobei Senioren oftmals Medikamente miteinander kombinieren müssen, warnt ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger vor einem unsachgemäßen Gebrauch von Medikamenten anlässlich des 2. Internationalen Tages der Patientensicherheit morgen, Samstag, bei dem das Thema "Medikationssicherheit" im Mittelpunkt steht.

Über die Zahlen, wie viele Menschen an Wechsel- und Nebenwirkungen bzw. weil sie Präparate falsch eingenommen haben, sterben, gibt es keine zuverlässigen aktuellen Aussagen. Allerdings soll es – verschiedenen Berichten zufolge - dadurch mehr Todesopfer als im Straßenverkehr geben. "Das Bewusstsein für vermeidbare Risiken bei der Medikamenteneinnahme muss daher geschärft werden", meint der ÖVP-Gesundheitssprecher. "Wer tagtäglich und regelmäßig mehrere Medikamente zu sich nimmt, muss nicht nur mit unerwünschten Wirkungen rechnen, sondern auch mit den Wechselwirkungen der Arzneiwirkstoffe. Auch scheinbar 'harmlose' Schmerzmittel sollen wegen möglicher Wechselwirkungen oder Kontraindikationen nicht bedenkenlos eingenommen werden", unterstrich der Hausarzt.

"Patientensicherheit hat in den letzten Jahren einen großen Stellenwert in den nationalen Gesundheitssystemen erhalten", so Rasinger. Wichtig dabei sei aber auch, die Patientinnen und Patienten dafür zu sensibilisieren. "Wir brauchen den mündigen Patienten, der auch nachfragt, wenn er einen Beipacktext oder die Anleitung des Arztes, der ihm das Medikament verschrieben hat, nicht versteht und auch sagt, wenn er aus Gründen, die nur er kennt, Bedenken gegen ein bestimmtes Medikament hat. Es gilt, sorgsam abzuwägen, welche Medikamente man einnimmt. Der Arzt oder Apotheker kann den Patienten genau über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen aufklären", so Rasinger.

Der ÖVP-Abgeordnete kritisiert allerdings bei der Medikamentenverschreibungen die hohe Bürokratie: "Zu viele Reglementierungen stellen unnötige Hürden zwischen Patienten und Ärzten dar", fordert Rasinger einen weiteren Abbau der Chefarzt-Bewilligungen und eine Dauerbewilligung für Rezepte für chronisch Kranke. "Die Vereinfachung bürokratischer Abwicklungen, wie z.B. die Chefarztpflicht bei Schmerzmedikamenten ist ein klares Ziel", so Rasinger abschließend.
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