Kosovo-Außenminister würdigt Flüchtlingspolitik Österreichs und Deutschlands

Beim Besuch des Verbandes der Auslandspresse kritisiert Hoxhaj indirekt die Visegrád-Staaten wegen ihrer Migrantenpolitik.

Wien (OTS) - Bei seinem Besuch des Verbandes der Auslandspresse in Wien würdigte Enver Hoxhaj die Migrationspolitik von Deutschland und Österreich. „Frau Merkel hat in den letzten Jahren das Richtige in der Flüchtlingspolitik getan. Das wird auch in den Geschichtsbüchern stehen“, sagte Enver Hoxhaj vor der Auslandspresse in Wien.

Er lobte die humanitäre Leistung Deutschlands und Österreichs im Umgang mit Kriegsflüchtlingen. Er glaubt jedoch nicht an ein baldiges Ende der Flüchtlingswelle nach Europa. "So lange es Krieg in Syrien gibt, so lange wird es Flüchtlinge geben", sagte Hoxhaj, der in Wien als Politikwissenschaftler promoviert hatte. Der enge Vertraute des kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci bekleidet das Amt des Außenministers seit Juni 2016.

Indirekt kritisierte Hoxhaj die Haltung der Visegrád-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) bei der Aufnahme von Flüchtlingen. „Manche Staaten haben vergessen, dass ihre Bürger selbst noch Flüchtlinge vor wenigen Jahrzehnten waren“, sagte der Außenminister vor der Auslandspresse. Er spielte damit auf die Auswanderungswellen nach dem Aufstand der Ungarn 1956 und den Prager Frühling 1968 nach Österreich und Deutschland an.

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