Krankenhausapotheker verbessern Medikamentensicherheit

Tag der Patientensicherheit im Lichte der Arzneimittel

Wien (OTS) - Dass auch im Krankenhaus alle Medikamente zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vorhanden sind und die Patienten und Ärzte zu Arzneimitteln kompetent beraten werden, dafür sorgen die Krankenhausapothekerinnen und Krankenhausapotheker. Anlässlich des Tages der Patientensicherheit mit dem Motto „Medikamentensicherheit“ fällt Licht auf diese kleine, aber wichtige Berufsgruppe, die im Krankenhaus für den professionellen Einsatz aller Medikamente verantwortlich ist.

Mehr Krankenhausapotheken gewünscht

„Die Krankenhausapotheke ist ein Qualitätsmerkmal eines Krankenhauses“, so Mag. pharm. Dr. Silvia Hetz, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Krankenhausapotheker. In Österreich verfügt jedoch nur jedes 6. Krankenhaus über eine eigene Krankenhausapotheke. Im europaweiten Vergleich liegt Österreich damit hinter jenen Ländern, die für ihr effizientes Gesundheitswesen bekannt sind. „Ziel der Gesundheitspolitik sollte es sein, Krankenhausapotheken vermehrt zu etablieren, um die Leistungen von Krankenhausapothekerinnen und -apothekern möglichst vielen Patienten zu Teil werden zu lassen“, so Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.

Kompetenz der Krankenhausapotheker nutzen

Die Aufgaben der Krankenhausapotheke sind vielfältig: Herstellung von Arzneimitteln, Beratung und Empfehlung zum Einsatz der Medikamente, Beschaffung und Logistik der benötigten Produkte, Arzneimittelökonomie, Klinische Pharmazie – also die Beratung direkt auf den Stationen und die multiprofessionelle Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegepersonal und auch den Patienten und Angehörigen beschreiben das Tätigkeitsgebiet der hoch spezialisierten Krankenhausapotheker. Sinn dieser umfassenden Arbeiten ist es, sicherzustellen, dass die benötigen Medikamente auch tatsächlich in der gewünschten Qualität zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommen.

Medikamentensicherheit ist unteillbar

Kontraproduktiv sind Tendenzen, dass einzelne Schritte des gesamten Arzneimittelprozesses der Verantwortung und Kompetenz der Krankenhausapotheker entzogen werden. Wellan eindringlich: „Die Kompetenz der Apothekerinnen und Apotheker muss auch beim Auswahl-und Beschaffungsprozess der Arzneimittel genutzt werden, sowohl im Krankenhaus als auch in Pflegeheimen.“ Denn das billigste Medikament ist nicht immer das günstigste, wenn es puncto Qualität oder Timing nicht optimal einsetzbar ist!

Krankenhausapotheken auf einen Blick

In Österreich ist in 46 von 279 Krankenanstalten eine eigene Krankenhausapotheke eingerichtet. Für „Schwerpunkt-Krankenanstalten“ ist sie gesetzlich vorgeschrieben. Ziel der Gesundheitspolitik sollte es sein, in wesentlich mehr Krankenhäusern eine Krankenhausapotheke zu etablieren, um deren Leistungen im Interesse der Patientinnen und Patienten nutzen zu können. Die apothekengesetzliche Bewilligung zum Betrieb einer Krankenhausapotheke ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde zu beantragen. Insgesamt erbringen über 350 Krankenhausapothekerinnen und -apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Spitälern.

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