ÖH: OECD Studie zeigt leider wenig Neuerungen

Bildungsmobilität noch immer erschreckend gering

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft sieht die Ergebnisse der OECD-Studie „Education at a Glance“ als Ermahnung für Österreich.
Hierzulande hängt der Bildungserfolg im tertiären Bereich immer noch stark von der Bildung der Eltern ab, soziale Durchmischung an den Hochschulen muss stärker gefördert werden.
„Zum einen sind es verfehlte Beihilfensysteme, die seit Jahren nicht angepasst werden und damit keine Antwort auf soziale Schieflagen in der Studierendenlandschaft mehr bieten können, zum anderen bürokratische Hürden und zusätzliche finanzielle Anreize, die sozialer Durchmischung an den Hochschulen entgegenwirken. Die frisch eingeführten Gebühren für Einstiegstests und diese selbst, sind die neuesten Hindernisse die den Weg zur Hochschule versperren.“, erklärt Lucia Grabetz vom Vorsitzteam der ÖH Bundesvertretung.

Wer an Österreichs Hochschulen studiert und wer nicht, hängt nicht nur von der Bildung, sondern auch stark von der Herkunft der Eltern ab. „Im OECD-Schnitt sind Kinder von Migrant_innen in Österreich überdurchschnittlich selten an Hochschulen. Hier gibt es Aufholbedarf für den ein freier und offener Hochschulzugang essenziell ist um Chancengleichheit zu gewährleisten.“, fordert Grabetz und bezieht hier auch explizit Menschen in schwierigen Lebenslagen oder mit Behinderung mit ein.

Die Qualität von Wissenschaft und Lehre darf nicht unter politischem Unwillen leiden. „Die Ausfinanzierung des Hochschulsektors sowie die Anpassung der Beihilfensysteme ist dringend notwendig, nicht zuletzt um der Spaltung unserer Gesellschaft entgegenzuwirken!“, warnt Grabetz.

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