VGT antwortet auf Propaganda des Gatterjagd-Lobbyvereins

VGT-Empfehlung an Jägerschaft, sich den Seidl-Film „Safari“ und den neuen Film „Hope for All“ von Nina Messinger anzusehen, der gestern in der Urania Wien-Premiere hatte

Wien (OTS) - Der seit kurzem propagandistisch agierende Verein der Gatterjagd-Lobby versucht in einer Aussendung, die Schlussfolgerungen aus dem neuen Seidl-Film zur Jagd u.a. auf gezüchtete Warzenschweine zu relativieren. „Bilder lügen nicht“, so VGT-Obmann Martin Balluch dazu. „Seidl kommentiert das Geschehen überhaupt nicht, sondern hält es nur in Bildern fest. Es sind die TrophäenjägerInnen selbst, die durch ihr Verhalten das stärkste Argument gegen die Gatterjagd liefern. Die Gatterjagd-Lobbyisten wären gut beraten, sich den Film mit den Augen Außenstehender anzusehen. Vielleicht erkennen sie dann, wie grotesk und pervers diese seltsame Lust auf Trophäenjagd im Gatter wirkt. Kein normaler Mensch kann sich diesem Eindruck entziehen. Mit Tierschutz und Ökologie hat die Gatterjagd jedenfalls überhaupt nichts zu tun.“

Und weiter: „Gestern hatte der Film 'Hope for All' von Nina Messinger Wien-Premiere. Wie anders wirkt dort die Sicht auf Tiere! Was für ein Unterschied, Tiere zu misshandeln oder sie zu respektieren! Der Film beweist, dass es auch anders geht. Tiere nur für die Befriedigung dumpfer Gelüste zu halten, zu hetzen und zu töten, wie bei der Gatterjagd, steht so in völligem Widerspruch zu unseren gesellschaftlichen Werten im Tierschutz, dass diese anachronistische Jagdform aus der Feudalzeit verboten werden muss, wie in ganz Österreich außer NÖ, dem Burgenland und Salzburg bereits geschehen!“

Und zu den konkreten Punkten der Gatterjäger nimmt der VGT wie folgt Stellung:

  • Preislisten wie im Supermarkt finden sich online vom Jagdgatter Esterhazy und wurden vom VGT zum Jagdgatter Weber veröffentlicht.
  • Die Anlieferung von Tieren ins Gatter „zur Blutauffrischung“ ist auch in NÖ erlaubt, im Burgenland ist sie vor jeder Jagd die Norm.
  • Kapitale Trophäenträger abzuknallen, um sie „zu erlösen“, ist die lächerlichste Ausrede bisher.
  • Die Gatterjagd basiert auf Großgrundbesitz der Feudalzeit, die Einstellung gegenüber den bejagten Tieren ist der im Kolonialismus gegenüber der indigenen Bevölkerung ähnlich, wie der Seidl-Film beweist, der deutlich diese Parallele zieht.

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